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Klima
Herz — Desk Klima · · Zusammenfassung 30 s · Artikel 2 Min.
Frankreich lockert wegen der Dürre vorübergehend die Weidevorschriften für Comté, Beaufort und Abondance. Die Betriebe dürfen ihre Kühe nun stärker mit Futter und Getreide aus anderen Regionen versorgen. Im Juli waren 95 % des französischen Festlands von der Dürre betroffen. Am 10. August lag das Wachstum der Dauerweiden ein Drittel unter dem Durchschnitt von 1989 bis 2018. Weitere Ausnahmen sind unter anderem für Reblochon, Cantal, Bleu d’Auvergne und Fourme d’Ambert vorgesehen. Auch die Milch- und Kartoffelproduktion leidet unter Trockenheit und Hitze.
Die französische Regierung kündigte am Mittwoch eine vorübergehende Lockerung der Weidevorschriften für Comté, Beaufort und Abondance an, wie The Guardian berichtet.
Die Betriebe dürfen das Futter ihrer Kühe nun stärker mit Raufutter und Getreide aus anderen Regionen ergänzen.
Alle drei Käse tragen die geschützte Ursprungsbezeichnung AOP. Dieses EU-Gütesiegel schützt Produktnamen und schreibt unter anderem vor, wo die Tiere weiden und womit sie gefüttert werden dürfen.
Im Juli waren 95 % des französischen Festlands von der Dürre betroffen. Normalerweise grüne Weiden waren trocken, gelb und kahl.
Am 10. August lag das Wachstum der Dauerweiden nach Angaben des Statistikdienstes des französischen Landwirtschaftsministeriums ein Drittel unter dem Durchschnitt der Jahre 1989 bis 2018.
Anfang August bezeichnete das französische Landwirtschaftsministerium die Futtersituation in fast allen Regionen als stark verschlechtert.
Das französische Institut für Herkunft und Qualität, eine öffentliche Einrichtung für Herkunfts- und Gütezeichen, plant weitere vorübergehende Ausnahmen.
Sie sollen unter anderem Reblochon, Cantal, Bleu d’Auvergne und Fourme d’Ambert betreffen. Das Institut bezeichnet die Dürre als historisch.
Auch die Roquefort-Erzeuger beantragten eine vorübergehende Lockerung der traditionellen Vorschriften für die Schafweide, nachdem zahlreiche Weideflächen ausgetrocknet waren.
Nach Angaben der Lokalzeitung La Montagne stellten im Sommer rund 70 % der Salers-Erzeuger ihre Produktion wegen der Dürre ein.
In Richemont in der Normandie berichtet der Milchbauer und Neufchâtel-Produzent Hubert Genty von vollständig verbranntem Gras ohne Futterwert.
Seine Kühe geben weniger Milch, wodurch auch weniger Käse hergestellt werden kann.
Angélique Genty fertigt derzeit täglich 400 bis 450 Neufchâtel-Käse statt der zu dieser Jahreszeit üblichen 600 bis 700 Stück.
Sie führt den Rückgang auf die geringere Milchmenge zurück und erklärt, dadurch könne sie die Nachfrage nicht mehr vollständig bedienen.
Comté ist ein Hartkäse aus Kuhrohmilch, der im französischen Juramassiv hergestellt wird.
Er ist Frankreichs meistverkaufter traditioneller Käse. Im vergangenen Jahr wurden mehr als 62.000 Tonnen produziert.
Der französische Kartoffelerzeugerverband UNPT, die wichtigste Interessenvertretung der Branche, erwartet in diesem Jahr einen Ernterückgang von 23 %.
Die Prognose folgt auf fünf aufeinanderfolgende Hitzewellen und einen außergewöhnlichen Wassermangel.
Die Illustrationen dieses Artikels wurden von künstlicher Intelligenz erstellt.
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In Hauts-de-France berichten Landwirte, die Kartoffelknollen seien deutlich kleiner als üblich.
Frankreichs Landwirtschaftsministerin Annie Genevard will in der Woche ab dem 31. August mit den lokalen Behörden über die Krise beraten.
Anschließend soll sie Sofortmaßnahmen für die landwirtschaftlichen Betriebe ankündigen.
Durch den menschengemachten Klimawandel werden Dürren in einigen Weltregionen häufiger und schwerer, darunter in Europa.
Europa erwärmt sich schneller als jeder andere Kontinent.
Die Weidevorschriften für Comté, Beaufort und Abondance werden vorübergehend gelockert.
Sie dürfen die Kühe stärker mit Raufutter und Getreide aus anderen Regionen versorgen.
Die Dürre hat Weiden austrocknen lassen und damit das verfügbare Futter für die Tiere verringert.
Weitere Ausnahmen sind unter anderem für Reblochon, Cantal, Bleu d’Auvergne und Fourme d’Ambert vorgesehen.