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Klima
Herz — Desk Klima · · Zusammenfassung 30 s · Artikel 2 Min.
Intensive Hitzewellen in Europa könnten nach Einschätzung der Ratingagentur S&P die Gewinne von Versicherern und Rückversicherern schmälern. Erwartet werden mehr Schaden- und Leistungsfälle infolge von Todesfällen, Gesundheitsproblemen, Dürren und Waldbränden. Höhere Auszahlungen und eine stärkere Nutzung privater medizinischer Versorgung könnten die Unternehmen dazu veranlassen, ihre Prämien anzuheben. Zugleich erhöht die alternde Bevölkerung Europas die Anfälligkeit für Hitzestress. Bislang wirkt sich die Hitze nicht auf die Ratings der Versicherer aus. S&P beobachtet jedoch, ob häufigere und intensivere Extremtemperaturen dies mittel- oder langfristig ändern.
Intensive Hitzewellen könnten die Gewinne europäischer Versicherer und Rückversicherer belasten. Das berichtet The Guardian unter Berufung auf eine Analyse von S&P.
S&P, kurz für Standard & Poor’s, ist eine Ratingagentur. Sie rechnet mit mehr Schaden- und Leistungsfällen im Zusammenhang mit Todesfällen, Gesundheitsproblemen, Dürren und Waldbränden.
Steigende Versicherungsleistungen und eine stärkere Nutzung privater medizinischer Versorgung könnten die Versicherer laut S&P dazu veranlassen, die Prämien ihrer Kundinnen und Kunden anzuheben.
Bislang hat die Hitze die Ratings der Versicherungsgesellschaften nicht beeinflusst. Das könnte sich mittel- oder langfristig ändern, falls extreme Hitzeperioden häufiger und intensiver werden und die Bevölkerung weiter altert.
In der Europäischen Union stieg der Anteil der Menschen im Alter von mindestens 65 Jahren von 16,4 Prozent im Jahr 2004 auf 21,6 Prozent im Jahr 2024.
Im selben Zeitraum erhöhte sich der Anteil der mindestens 80-Jährigen von 3,8 auf 6,1 Prozent.
Die Illustrationen dieses Artikels wurden von künstlicher Intelligenz erstellt.
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S&P hält einen Anstieg der hitzebedingten Sterblichkeit in Europa für wahrscheinlich. Der Anteil älterer Menschen, die besonders anfällig für Hitzestress sind, nimmt zu.
Eine in The Lancet Planetary Health veröffentlichte Studie kommt zu dem Ergebnis, dass Menschen ab 60 Jahren bereits bei niedrigeren Temperaturen durch Hitze gefährdet sind als bislang angenommen.
Ältere Menschen schwitzen weniger. Ihr Herz muss bei Hitze stärker arbeiten, und ihre Blutgefäße erweitern sich weniger leicht.
Diese körperlichen Reaktionen verringern ihre Fähigkeit, sich abzukühlen.
Anfang August 2026 stiegen die Temperaturen in Europa auf mehr als 40 Grad Celsius. Unter anderem in der Slowakei, in Österreich und in Ungarn wurden Rekorde gebrochen.
S&P will die Auswirkungen von Hitzewellen auf die Geschäftsentwicklung der von ihr bewerteten Versicherer und Rückversicherer weiterhin beobachten.
Sie können zu mehr Schaden- und Leistungsfällen im Zusammenhang mit Todesfällen, Gesundheitsproblemen, Dürren und Waldbränden führen.
S&P zufolge könnten höhere Leistungen und eine stärkere Nutzung privater medizinischer Versorgung die Versicherer dazu veranlassen, ihre Prämien anzuheben.
Nein. Laut S&P könnte sich das jedoch mittel- oder langfristig ändern, wenn extreme Hitzeperioden häufiger und intensiver werden.