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Klima
Herz — Desk Klima · · Zusammenfassung 30 s · Artikel 3 Min.
Die Bundesregierung kommt nach der Sommerpause für zwei Tage im Schloss Neuhardenberg in Brandenburg zusammen. Nach Angaben des Handelsblatts stehen die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft sowie die Folgen von Hitze und Trockenheit im Mittelpunkt. Friedrich Merz drängt auf eine schnelle Umsetzung des vor der Pause beschlossenen Reformpakets. Konflikte bestehen bei der abschlagsfreien Rente nach 45 Beitragsjahren und einer möglichen Verankerung des Klimaschutzes im Grundgesetz. Die Klausur findet erstmals seit 22 Jahren wieder in Neuhardenberg statt. Im Juli waren nach dem Rücktritt von Jens Spahn zudem drei Regierungsämter neu besetzt worden.
Die Bundesregierung kommt nach der Sommerpause in neuer Zusammensetzung zu einer zweitägigen Kabinettsklausur im Schloss Neuhardenberg in Brandenburg zusammen. Laut Handelsblatt ist es die erste Regierungsklausur an diesem Ort seit 22 Jahren.
Im Mittelpunkt stehen die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft und die Konsequenzen aus der Hitzewelle dieses Sommers. Die Klausur eröffnet zugleich eine Phase mit drei Landtagswahlen und einem möglichen Reformherbst.
Die Belebung und langfristige Sicherung der Wirtschaft soll sich durch die gesamte Klausur ziehen. Auch Vertreterinnen und Vertreter der Wirtschaft nehmen an den Beratungen teil.
Auf dem Programm stehen künstliche Intelligenz, die Förderung von Technologie und Forschung, der Bürokratieabbau, das Handwerk, Start-ups und intelligenter Wohnungsbau.
Bundeskanzler Friedrich Merz will die CDU-SPD-Regierung auf eine schnelle Umsetzung des vor der Sommerpause beschlossenen Reformpakets verpflichten. Er bezeichnet die darin enthaltenen Entscheidungen als historisch und das Paket als nicht verhandelbar.
Die CDU-Ministerpräsidenten Sven Schulze aus Sachsen-Anhalt, Michael Kretschmer aus Sachsen und Mario Voigt aus Thüringen wenden sich gemeinsam gegen die geplante Abschaffung der abschlagsfreien Rente nach 45 Beitragsjahren, die als „Rente mit 63“ bezeichnet wird.
Merz und Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas betrachten die Reform dagegen als unteilbares und nicht mehr veränderbares Gesamtpaket. Eine Entscheidung soll im Herbst fallen.
SPD-Minister fordern als Reaktion auf die Hitzewelle, den Klimaschutz durch eine Änderung des Grundgesetzes zu stärken. Das Grundgesetz ist seit dem 8. Mai 1949 die deutsche Verfassung. Die Union aus CDU und CSU reagiert skeptisch bis ablehnend und will zunächst die bestehenden Handlungsmöglichkeiten ausschöpfen.
Regierungssprecher Steffen Kornelius erklärte, dass am Mittwoch keine endgültige Entscheidung über eine stärkere verfassungsrechtliche Verankerung des Klimaschutzes getroffen werde. Zunächst soll die Klausur ein vollständiges Bild der Folgen von Hitze und Trockenheit erstellen; mögliche Schlussfolgerungen sollen danach geprüft werden.
Merz bildete sein Kabinett im Juli nach dem Rücktritt von Jens Spahn als Vorsitzender der Unionsfraktion um. Drei Ämter erhielten neue Inhaber.
Die bisherige Gesundheitsministerin Nina Warken wurde Chefin des Bundeskanzleramts. Carsten Linnemann übernahm das Gesundheitsministerium, und Steffen Bilger löste Patrick Schnieder im Verkehrsministerium ab.
Die Art von Schnieders Ablösung führte innerhalb der CDU zu Unmut über Merz. Während der Sommerpause absolvierte der neue Verkehrsminister Bilger zahlreiche öffentliche Auftritte, um einem größeren Publikum bekannt zu werden.
Die Illustrationen dieses Artikels wurden von künstlicher Intelligenz erstellt.
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Das östlich von Berlin gelegene Schloss Neuhardenberg wurde im Stil des preußischen Klassizismus errichtet. Heute beherbergt es ein Hotel mit 54 Zimmern und war bereits zweimal Schauplatz einer Regierungsklausur.
Bundeskanzler Gerhard Schröder und Vizekanzler Joschka Fischer versammelten dort 2003 und 2004 die rot-grüne Bundesregierung. Damals ging es unter anderem um Reformen der Sozialsysteme und die Schwierigkeiten bei deren Umsetzung.
Die Kabinettsklausuren der früheren Ampel-Koalition aus SPD, Grünen und FDP fanden im Schloss Meseberg statt. Für die erste Klausur seiner Regierung hatte Merz im vergangenen Herbst die Villa Borsig am Tegeler See gewählt.
Seit einer im April 2026 eskalierten Sitzung des Koalitionsausschusses gilt die Villa Borsig als Symbol für die Spannungen zwischen Union und SPD. Deshalb wurde nach einem neuen Tagungsort gesucht.
Im Schloss Neuhardenberg in Brandenburg, östlich von Berlin.
Die Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft, die Umsetzung des Reformpakets, die Rente sowie die Folgen von Hitze und Trockenheit.
Nein. Die Regierung will zunächst die Folgen von Hitze und Trockenheit umfassend bewerten.
Die Villa Borsig ist seit einer eskalierten Sitzung des Koalitionsausschusses im April 2026 mit Spannungen zwischen Union und SPD verbunden.