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Ausland
Herz — Desk International · · Zusammenfassung 30 s · Artikel 2 Min.
Eine Sturzflut mit einer Schlammlawine hat am Mittwoch Ortschaften nahe der Grenze zwischen Nepal und Tibet getroffen. Laut BBC sind mehr als 150 Menschen ums Leben gekommen. Die nepalesische Polizei meldet 579 vermisste Touristen, darunter 466 ausländische Staatsangehörige aus 28 Ländern. In Tibet berichten chinesische Staatsmedien von drei Toten und 265 Vermissten. Zusätzliche Analysen des US Geological Survey zeigen, dass der Erdrutsch die registrierte seismische Energie erzeugte und nicht durch ein Erdbeben ausgelöst wurde. Der genaue Auslöser bleibt ungeklärt. Die Schäden an Strassen und Brücken werden zunächst auf mehr als 15 Milliarden nepalesische Rupien geschätzt.
Eine Sturzflut mit einer Schlammlawine hat am Mittwoch Ortschaften nahe der Grenze zwischen Nepal und Tibet getroffen.
Die BBC berichtet von mehr als 150 Toten. Nach Angaben der nepalesischen Polizei werden zudem 579 Touristen vermisst, darunter 466 ausländische Staatsangehörige aus 28 Ländern.
Unter den Vermissten sind 54 US-amerikanische, mehr als 100 indische, 33 britische und mehr als 100 nepalesische Staatsangehörige.
Ein Sprecher der nepalesischen Tourismusbehörde meldete ausserdem 24 vermisste Kanadier. Das kanadische Aussenministerium wurde um eine Bestätigung dieser Zahl gebeten.
In Tibet berichten chinesische Staatsmedien von drei Toten und 265 Vermissten.
In Tibet veröffentlichte Überwachungsaufnahmen zeigen, wie eine Wand aus Wasser und Schlamm Gebäude an einem Grenzübergang trifft.
Das US-Aussenministerium erklärte, ihm sei bekannt, dass US-amerikanische Staatsangehörige von den Überschwemmungen am Mittwoch betroffen seien. Zum Schutz ihrer Privatsphäre nannte es weder eine Zahl noch weitere Einzelheiten.
Die US-Botschaft in Nepal arbeitet nach eigenen Angaben mit Tourismusagenturen und den örtlichen Behörden zusammen, unterstützt Betroffene und steht mit den nepalesischen Behörden in Kontakt.
Das kanadische Aussenministerium verfolgt die Lage und ist nach eigenen Angaben bereit, bei Bedarf Hilfe zu leisten.
Erste Berichte gingen davon aus, dass ein Erdbeben eine Eislawine und einen Erdrutsch ausgelöst habe.
Der US Geological Survey, eine US-Regierungsbehörde für Geowissenschaften, revidierte diese Einschätzung nach zusätzlichen Analysen.
Demnach erzeugte der Erdrutsch selbst die registrierte seismische Energie und wurde nicht umgekehrt durch ein Erdbeben ausgelöst.
Wasser aus Niederschlägen oder schmelzendem Eis kann Boden oder Eis destabilisieren. Der genaue Auslöser ist jedoch nicht geklärt.
Der Klimawandel beschleunigt die Gletscherschmelze in der Hindukusch-Himalaya-Region, zu der die westliche Fortsetzung des Himalaya gehört.
Nach Einschätzung von Wissenschaftlern ist es jedoch zu früh, seinen Einfluss auf diese konkrete Katastrophe zu bestimmen.
Die Überschwemmungen haben Strassen und Brücken beschädigt. Eine erste Schätzung beziffert den Schaden auf mehr als 15 Milliarden nepalesische Rupien.
Ein Regierungsvertreter bezifferte diesen Betrag auf 72,18 Millionen britische Pfund beziehungsweise 98,33 Millionen US-Dollar.
Die Illustrationen dieses Artikels wurden von künstlicher Intelligenz erstellt.
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Die US-Botschaft bezeichnet die Katastrophe als Flut des Bhote Koshi, die den Distrikt Rasuwa und flussabwärts gelegene Ortschaften getroffen hat.
Der Fluss heisst in Nepal Bhote Koshi und in Tibet Poiqu. So wird der Oberlauf des Sun Kosi bezeichnet.
Nepals Präsident Ram Chandra Paudel rief die Behörden, Sicherheitskräfte, gesellschaftlichen Organisationen und die Bevölkerung dazu auf, die Rettungs- und Hilfseinsätze zu verstärken.
Zudem forderte er mehr Wachsamkeit und eine bessere Koordination der Massnahmen in den betroffenen tiefer gelegenen Gebieten.
Der vorliegende Bericht nennt mehr als 150 Tote. Für Tibet melden chinesische Staatsmedien gesondert drei Todesopfer.
Die nepalesische Polizei meldet 579 vermisste Touristen, darunter 466 ausländische Staatsangehörige aus 28 Ländern.
Zusätzliche Analysen zeigen, dass der Erdrutsch die registrierte seismische Energie selbst erzeugte. Der genaue Auslöser bleibt unbekannt.
Die Schäden an Strassen und Brücken werden zunächst auf mehr als 15 Milliarden nepalesische Rupien geschätzt.