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Wirtschaft
Herz — Desk Wirtschaft · · Zusammenfassung 30 s · Artikel 3 Min.
Christopher Waller, Ratsmitglied des Board of Governors der US-Notenbank (Fed), erklärte am 13. Juli 2026 in New York, dass die Fed möglicherweise bald ihre Leitzinsen erhöhen müsse, falls die Inflation deutlich über dem Ziel von 2% bleibt. Seine Äußerungen ließen die implizite Marktwahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung im Juli von 35% auf 45% ansteigen. Der CPI-Bericht vom 14. Juli 2026 wird als entscheidend für die Entscheidung des FOMC erachtet. Am gleichen Tag erschien Kevin Warsh, der neue Fed-Präsident, zur Anhörung vor dem Kongress.
Christopher Waller, Ratsmitglied des Board of Governors der US-Notenbank (Fed), trat am 13. Juli 2026 vor Vertretern der Wirtschaft in New York auf. Nach Angaben des Handelsblatts erklärte er, dass die Fed möglicherweise bald ihre Leitzinsen erhöhen müsse, falls die Inflation deutlich über dem Ziel von 2% verbleibe.
Waller bezeichnete die US-Geldpolitik als einen "Scheideweg". Er nannte den erwarteten CPI-Bericht vom 14. Juli 2026 als Schlüsselsignal: Falls die Kernteuerung erneut hoch ausfällt, müsse der FOMC — der Federal Open Market Committee, das Entscheidungsgremium für die Geldpolitik der Federal Reserve — eine zügige Straffung in Betracht ziehen.
Diese Aussagen hatten unmittelbare Auswirkungen auf die Finanzmärkte. Die implizite Marktwahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung bei der Fed-Sitzung im Juli 2026 ist von 35% auf 45% gestiegen.
Die Fed strebt eine langfristige Inflationsrate von 2% an. Waller begründete die mögliche Zinserhöhung damit, dass die Inflation weiterhin "deutlich über" diesem Ziel verbleibt und der Status quo der Geldpolitik zunehmend schwer zu verteidigen ist.
Waller wies zudem darauf hin, dass eine Eskalation der Spannungen zwischen den USA, Israel und dem Iran die Ölpreise in die Höhe treiben könnte, was die Deflationsdynamik abschwächen würde, die die Fed zu verfestigen versucht.
Bei seiner Sitzung Mitte Juni 2026 hatte der FOMC seine Leitzinsen unverändert gelassen. Seine Mitglieder waren sich uneinig, ob eine weitere Straffung im Laufe des Jahres notwendig ist.
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Kevin Warsh, der amerikanische Banker, der von Donald Trump 2026 zum Präsidenten der Fed ernannt wurde — er hatte bereits zwischen 2006 und 2011 dem Board of Governors angehört —, sollte am 14. Juli 2026 vor dem House Financial Services Committee, dem ständigen Finanzausschuss des US-Repräsentantenhauses, das für die Überwachung des Finanzsektors zuständig ist, auftreten. Das Komitee führt unter anderem die halbjährlichen Anhörungen des Fed-Präsidenten durch.
Diese Anhörung fällt zeitlich mit der Veröffentlichung der CPI-Daten zusammen und konzentriert die Aufmerksamkeit auf die Signale, die die US-Notenbank aussenden könnte.
Zum Zeitpunkt von Wallers Aussagen waren die Inflationsdaten für Juni 2026 noch nicht veröffentlicht. Die Entscheidung des FOMC bei seiner nächsten Sitzung hängt teilweise von diesen Zahlen ab.
Das genaue Ausmaß des geopolitischen Risikos im Zusammenhang mit den Spannungen um den Iran für die Ölpreise und seine Auswirkungen auf die Deflationsdynamik muss noch bewertet werden.
Der FOMC (Federal Open Market Committee) ist das Entscheidungsgremium für die Geldpolitik der US-Notenbank (Fed). Er legt unter anderem die Zielspanne für den Leitzins der Federal Funds Rate fest und überwacht die Offenmarktoperationen, die das Hauptinstrument der US-Geldpolitik darstellen.
Der CPI (Consumer Price Index, Verbraucherpreisindex) misst die Preisentwicklung, die amerikanische Haushalte zahlen. Christopher Waller deutete an, dass der FOMC eine rasche Straffung der Zinsen in Betracht ziehen müsse, falls die Kernteuerung in diesem Bericht erneut hoch ausfällt.
Nach Marktdaten, über die das Handelsblatt berichtete, ist die implizite Marktwahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung im Juli 2026 nach Wallers Aussagen vom 13. Juli 2026 auf 45% angestiegen — von zuvor 35%. Sie hängt stark von den CPI-Daten vom 14. Juli ab.
Kevin Warsh ist der neue Präsident des Board of Governors der US-Notenbank (Fed), ernannt von Donald Trump. Er hatte bereits von 2006 bis 2011 Funktionen im Board of Governors der Fed ausgeübt. Am 14. Juli 2026 erschien er zur halbjährlichen Anhörung vor dem Kongress.
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