Die Schweizer Neutralität: woher sie kommt und was sie bedeutet

Bewaffnete Neutralität seit 1815, weder NATO noch EU, aber UNO-Mitglied: Was die Schweizer Neutralität wirklich ist und warum sie heute umstritten ist.

Die Neutralität ist eine der Säulen der Schweizer Identität. 1815 am Wiener Kongress von den Grossmächten anerkannt, bedeutet sie, dass die Schweiz in bewaffneten Konflikten zwischen Staaten nicht Partei ergreift und keinem Militärbündnis beitritt.

Neutral, aber nicht isoliert

Die Schweiz ist weder in der NATO noch in der EU, aber nicht in sich gekehrt: Sie trat 2002 der UNO bei und beherbergt zahlreiche internationale Organisationen in Genf. Ihre Neutralität ist «bewaffnet»: Sie unterhält eine Milizarmee, gerade um ihr Gebiet allein verteidigen zu können.

Eine wieder offene Debatte

Der Krieg in der Ukraine hat die Diskussion neu entfacht: europäische Sanktionen übernehmen, die Wiederausfuhr von Schweizer Waffen in ein Kriegsland erlauben oder nicht, wie weit helfen, ohne die Neutralität zu brechen. Diese Fragen spalten das Land und kehren regelmässig ins Parlament und an die Urne zurück.

Häufige Fragen

Seit wann ist die Schweiz neutral?

Ihre Neutralität ist seit dem Wiener Kongress 1815 von den Grossmächten anerkannt, auch wenn die Tradition älter ist.

Ist die Schweiz in der NATO oder EU?

Weder noch. Sie ist jedoch seit 2002 UNO-Mitglied und arbeitet über bilaterale Abkommen eng mit ihren europäischen Nachbarn zusammen.

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