Die Schweiz und die Europäische Union: weder Mitglied noch isoliert
Warum die Schweiz nicht in der EU ist, was die bilateralen Abkommen sind und warum sie trotzdem in Schengen ist: die Beziehungen Schweiz–EU erklärt.
Die Schweiz ist weder Mitglied der Europäischen Union noch des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR), den sie 1992 in einer Abstimmung ablehnte. Dennoch ist sie eng mit der EU verbunden, ihrem wichtigsten Wirtschaftspartner – aber auf einem eigenen Weg.
Der bilaterale Weg
Statt beizutreten, hat die Schweiz mit der EU eine Reihe bilateraler Abkommen ausgehandelt, Sektor für Sektor: Personenfreizügigkeit, Handel, Verkehr, Forschung… Dieses Netz von Abkommen verschafft ihr breiten Zugang zum europäischen Markt und bewahrt zugleich ihre Souveränität über den Rest – ein regelmässig neu verhandeltes Gleichgewicht.
In Schengen, aber nicht im Euro
Oft überraschendes Ergebnis: Die Schweiz gehört zum Schengen-Raum (an der europäischen Grenze zeigt man keinen Pass), ohne in der EU zu sein, behält aber den Franken und gehört nicht zur Eurozone. Die Beziehungen zu Brüssel, insbesondere der institutionelle Rahmen dieser Abkommen, bleiben ein grosses und umstrittenes politisches Thema.
Häufige Fragen
Ist die Schweiz Teil der Europäischen Union?
Nein. Sie lehnte 1992 den EWR ab und kooperiert mit der EU über sektorielle bilaterale Abkommen.
Ist die Schweiz im Schengen-Raum?
Ja, obwohl sie nicht in der EU ist. Dagegen behält sie den Schweizer Franken und ist nicht in der Eurozone.
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