Die Schweizer Armee und der Militärdienst: wie es funktioniert
Milizarmee, obligatorischer Dienst, Zivildienst: Wie die Schweizer Armee funktioniert, Pfeiler der bewaffneten Neutralität des Landes.
Die Schweizer Armee ist eine Milizarmee: Die meisten Soldaten sind keine Berufsmilitärs, sondern Bürger, die Dienst leisten und zugleich einen zivilen Beruf behalten. Das ist die konkrete Fortsetzung der bewaffneten Neutralität: sich allein verteidigen können, ohne Bündnis.
Ein obligatorischer Dienst für Männer
Der Militärdienst ist für Männer mit Schweizer Nationalität obligatorisch; für Frauen ist er freiwillig. Er beginnt mit einer Rekrutenschule, gefolgt von Wiederholungskursen über mehrere Jahre. Wer aus Gewissensgründen den Dienst verweigert, kann einen längeren Zivildienst leisten.
Eine Rolle über die Verteidigung hinaus
Über die Landesverteidigung hinaus leistet die Armee Unterstützung bei Naturkatastrophen, Grossanlässen oder Gesundheitskrisen. Ihre Grösse, ihr Budget und ihre genaue Rolle sind regelmässig Gegenstand von Debatten und Abstimmungen – die Armee ist ein ebenso politisches wie militärisches Thema.
Häufige Fragen
Ist der Militärdienst in der Schweiz obligatorisch?
Ja für Männer mit Schweizer Nationalität; für Frauen ist er freiwillig. Für Dienstverweigerer aus Gewissensgründen gibt es einen längeren Zivildienst.
Was ist eine Milizarmee?
Eine Armee, die mehrheitlich aus Bürgern besteht, die einen zivilen Beruf behalten und periodisch Dienst leisten, statt aus vollzeitlichen Berufsmilitärs.
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