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Herz — Desk Wirtschaft · · Zusammenfassung 30 s · Artikel 3 Min.
Volkswagen erwägt den Abbau von rund 50.000 weiteren Stellen, etwa zur Hälfte in Deutschland und zur Hälfte im Ausland. Vorstandsvorsitzender Oliver Blume bezifferte am Dienstag den theoretischen Bedarf, der etwa 170 Gesellschaften betrifft. Der Konzern setzt möglichst auf freiwillige Lösungen und eine restriktive Einstellungspolitik. Die Arbeitnehmervertreter verlangen Garantien für Investitionen, künftige Modelle und die Auslastung der deutschen Werke. Für Emden, Hannover, Zwickau und Neckarsulm fehlt bislang eine tragfähige oder wettbewerbsfähige Produktionsperspektive für die 2030er-Jahre. Die Gewerkschaften schließen Arbeitskämpfe einschließlich Streiks nicht mehr aus.
Volkswagen erwägt den Abbau von rund 50.000 weiteren Stellen, etwa zur Hälfte in Deutschland und zur Hälfte im Ausland. Der theoretische Bedarf betrifft etwa 170 Gesellschaften, erklärte Vorstandsvorsitzender Oliver Blume am Dienstag laut Le Temps und Handelsblatt.
Der Vorstand will möglichst auf freiwillige Lösungen setzen, darunter Ruhestand und Aufhebungsvereinbarungen. Zudem ist eine restriktive Einstellungspolitik vorgesehen.
Die konkreten Maßnahmen müssen noch mit den Arbeitnehmervertretern festgelegt werden.
Das neue Stellenabbauprogramm ist das zweite nach dem Plan von 2024. Es begleitet den im Frühjahr angekündigten verschärften Sparkurs im Rahmen des neuen Zielbilds des Konzerns für 2030.
Volkswagen hatte bereits angekündigt, bis 2030 in Deutschland 50.000 Stellen abzubauen. Davon entfallen 35.000 auf die Kernmarke; die übrigen Stellen betreffen Tochtergesellschaften wie Audi und Porsche.
Mehr als 37.000 Beschäftigte haben die entsprechenden Vereinbarungen bereits unterzeichnet.
Für die Werke in Emden, Hannover, Zwickau und Neckarsulm fehlt bislang eine tragfähige oder wettbewerbsfähige Produktionsbelegung für die 2030er-Jahre.
Oliver Blume bezeichnet Werksschließungen als letztes Mittel, das er vermeiden wolle. Für die gefährdeten Standorte will er innerhalb der kommenden sechs bis zwölf Monate belastbare Perspektiven schaffen.
Volkswagen hat in den vergangenen Jahren erheblich in die Umstellung der Standorte Emden und Zwickau auf Elektromobilität investiert.
Oliver Blume führt den Druck auf die Automobilindustrie auf US-Zölle, die Entwicklung des chinesischen Marktes und mehrere politische Krisen zurück.
Volkswagen müsse Komplexität abbauen, Strukturen verschlanken und Kosten senken, erklärte Blume. Bei einer operativen Marge von 3,8 % könne der Konzern seine Zukunft nicht aus eigener Kraft finanzieren.
Die Illustrationen dieses Artikels wurden von künstlicher Intelligenz erstellt.
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Der Vorstand will mehr als 2.000 Beteiligungen sowie das Modellangebot überprüfen. Eine kleinere Modellpalette soll die Komplexität und den Aufwand für Entwicklung und Produktion verringern.
Die Gesamtbetriebsratsvorsitzende Daniela Cavallo erklärte, das Vertrauen in den Vorstand und besonders in Oliver Blume sei beschädigt. Sie kritisierte fehlende Erklärungen zu den Einsparungen und den genannten 50.000 Stellen.
Ihre Rede auf der Betriebsversammlung in Wolfsburg erhielt nach Angaben von Teilnehmern den Beifall von deutlich mehr als 10.000 Beschäftigten.
Thorsten Gröger, Bezirksleiter der IG Metall, erklärte, Kostensenkungen allein seien keine Zukunftsstrategie. Die IG Metall vertritt unter anderem Beschäftigte der Metallindustrie.
Nach Grögers Angaben tragen die Beschäftigten bereits 1,5 Milliarden Euro zur Sanierung bei.
Die Gewerkschaften verlangen Garantien für zugesagte Investitionen, künftige Modelle und die Auslastung der deutschen Werke. Sie werfen dem Vorstand vor, einzelne Verpflichtungen aus den 2024 geschlossenen Vereinbarungen infrage zu stellen.
Die Arbeitnehmervertreter schließen Arbeitskämpfe einschließlich Streiks nicht mehr aus.
Der Betriebsrat hat die außerordentlichen Versammlungen an mehreren Standorten einberufen. Dort geht es um die Sparmaßnahmen, die Beschäftigung und die Zukunft der Werke.
Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies erklärte, Werksschließungen seien keine Option. Er sprach sich dafür aus, das Wachstumspotenzial der Elektromobilität zu nutzen.
Lies brachte zudem eine zeitweilige Auslastung der Standorte durch Produktion für den Verteidigungsbereich ins Gespräch.
Das Land Niedersachsen hält 20 % der Stimmrechte an Volkswagen. Der Ministerpräsident gehört kraft seines Amtes dem Aufsichtsrat des Konzerns an.
Oliver Blume nennt einen theoretischen Bedarf von rund 50.000 zusätzlichen Stellenstreichungen in etwa 170 Gesellschaften.
Etwa die Hälfte der zusätzlichen Stellen betrifft Deutschland, die andere Hälfte das Ausland.
Der Vorstand setzt vorrangig auf freiwillige Lösungen, Ruhestand, Aufhebungsvereinbarungen und eine restriktive Einstellungspolitik.
Emden, Hannover, Zwickau und Neckarsulm haben noch keine tragfähige oder wettbewerbsfähige Produktionsbelegung für die 2030er-Jahre.
Sie fordern Garantien für Investitionen, Modelle und die Auslastung der Werke und schließen Streiks nicht mehr aus.