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Herz — Desk International · · Zusammenfassung 30 s · Artikel 2 Min.
Der Verwaltungsrat der Sportbahnen Braunwald hat am Mittwochabend beschlossen, den Skibetrieb einzustellen. Lokale Akteure befürchten wirtschaftliche Einbussen und sinkende Immobilienpreise. UBS-Chefökonom Claudio Saputelli hält bei Ferienimmobilien einen Wertverlust von 10 bis 20 Prozent für möglich, allenfalls aber auch deutlich weniger. Schon in den zwölf Monaten vor dem Frühjahr 2026 waren die Preise leicht gesunken. Andere Einschätzungen erwarten begrenztere Abschläge. Mittelfristig könnte Braunwald mit Angeboten ausserhalb des Winters eine neue, ruheorientierte Kundschaft anziehen.
Der Verwaltungsrat der Sportbahnen Braunwald im Kanton Glarus hat am Mittwochabend, gestützt auf eine knappe Aktienmehrheit, die Einstellung des Skibetriebs beschlossen. Das berichtete Blick.
Gewerbetreibende, Einwohnerinnen und Einwohner sowie Eigentümer von Ferienimmobilien befürchten eine geringere lokale Wertschöpfung. Zudem rechnen sie mit einem deutlichen Rückgang der Immobilienpreise.
UBS-Chefökonom Claudio Saputelli geht davon aus, dass der Wegfall des Skigebiets die Attraktivität Braunwalds mindert. Ferienimmobilien könnten 10 bis 20 Prozent ihres Werts verlieren, möglicherweise aber auch deutlich weniger.
Eine genaue Prognose sei jedoch nicht möglich, betont Saputelli. Wie stark die Preise tatsächlich nachgeben, lässt sich deshalb derzeit nicht bestimmen.
Nach den jüngsten UBS-Daten waren die Preise in Braunwald in den zwölf Monaten vor dem Frühjahr 2026 bereits leicht gesunken. Die Zukunft des Skigebiets war damals schon seit einiger Zeit ungewiss.
Wer kurzfristig verkaufen wolle, müsse laut Saputelli mit einer spürbaren Preissenkung rechnen. Lehnten Eigentümer zunächst hohe Abschläge ab, könnten ihre Inserate deutlich länger ausgeschrieben bleiben.
Zum Zeitpunkt der Publikation waren auf Homegate vier Immobilien in Braunwald ausgeschrieben: zwei Ferienwohnungen und zwei Chalets.
Drei Objekte wurden für CHF 7'850 bis CHF 8'300 pro Quadratmeter Wohnfläche angeboten. Bei einem Chalet lag der Preis bei CHF 12'400 pro Quadratmeter.
Die jüngsten Transaktionspreise für Ferienimmobilien lagen laut Wüest Partner bei CHF 7'500 bis CHF 8'000 pro Quadratmeter. Chalets konnten je nach Aussicht und Ausbaustandard mehr kosten.
In Les Paccots und Châtel-Saint-Denis im Kanton Freiburg wurde der Betrieb des Skigebiets stark reduziert. Verkäufer früherer Ferienwohnungen mussten in den vergangenen Jahren Preisnachlässe von 10 bis 15 Prozent gewähren.
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Ohne diese Abschläge blieben einzelne Objekte mehrere Jahre unverkauft. Das Beispiel zeigt, welche Schwierigkeiten entstehen können, wenn eine Destination ihr Skiangebot reduziert.
Robert Weinert von Wüest Partner erwartet kurzfristig Preiszugeständnisse, geht aber von begrenzten Abschlägen aus. Die Preise in Braunwald seien in den vergangenen Jahren deutlich weniger stark gestiegen als der Gesamtmarkt.
Auch die Nähe zum kaufkräftigen Grossraum Zürich könnte den Preisrückgang begrenzen.
Mittelfristig halten die befragten Experten einen Wechsel der Käuferschaft für möglich. Voraussetzung wäre, dass Braunwald seine Angebote in den übrigen Jahreszeiten ausbaut.
Menschen, die Ruhe suchen, könnten einen Teil der Wintersportfans ersetzen, die verkaufen möchten. Diese neue Kundschaft dürfte allerdings härter über die Preise verhandeln.
Der Verwaltungsrat der Sportbahnen beschloss am Mittwochabend, den Betrieb des Skigebiets einzustellen.
Claudio Saputelli hält bei Ferienimmobilien einen Wertverlust von 10 bis 20 Prozent für möglich, allenfalls aber auch deutlich weniger.
Die jüngsten Transaktionspreise für Ferienimmobilien lagen bei CHF 7'500 bis CHF 8'000 pro Quadratmeter.
Ja. Laut UBS gingen sie in den zwölf Monaten vor dem Frühjahr 2026 leicht zurück.
Bei einem Ausbau der Angebote ausserhalb des Winters könnten Menschen, die Ruhe suchen, einen Teil der bisherigen Wintersportkundschaft ersetzen.