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Ausland
Herz — Desk International · · Zusammenfassung 30 s · Artikel 4 Min.
Andy Burnham ist der siebte britische Premierminister seit dem Brexit und folgt Keir Starmer. In der Woche vom 22. Juli 2026 drückten Ursula von der Leyen, Emmanuel Macron und Friedrich Merz ihre Hoffnung auf eine beschleunigte Annäherung zwischen der EU und Großbritannien aus. Burnham hatte sich 2016 gegen den Brexit ausgesprochen und 2025 erklärt, dass Großbritannien der EU beitreten sollte, gemäßigt seine Positionen aber: Er anerkennt, dass der Brexit « schädlich war », schlägt aber keinen Beitritt vor. Das Labour-Manifest setzt drei rote Linien: kein Binnenmarkt, keine Zollunion und keine Freizügigkeit.
Andy Burnham ist der siebte britische Premierminister seit dem Brexit-Referendum vom Juni 2016 und folgt Keir Starmer. Er gewann eine Nachwahl in einem Wahlkreis, in dem etwa 65 % der Wähler für Leave gestimmt hatten, laut Guardian.
In der Woche des 22. Juli 2026 drückten führende europäische Führungspersönlichkeiten ihre Bereitschaft aus, die Beziehungen zu London zu vertiefen. Ursula von der Leyen, Präsidentin der Europäischen Kommission, sagte, dass ein « sehr gutes » erstes Gespräch mit Burnham einen gemeinsamen Wille bestätigt habe, « die EU und Großbritannien immer näher zusammenzubringen ».
Emmanuel Macron erhoffte sich einen « neuen Schwung für die Partnerschaft ». Der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz sagte, er wolle ein noch engeres Band schmieden.
Burnham hatte sich 2016 gegen die « Isolierung » des Brexits ausgesprochen und erklärte 2025, dass er hoffte, Großbritannien könnte der EU noch zu Lebzeiten beitreten.
Bei seiner Kampagne für die Nachwahl 2026 erkannte er an, dass der Brexit « schädlich » war, machte aber deutlich, dass er nicht daran denkt, dass Großbritannien der EU beitritt. Sein erklärtes Ziel ist es, « das Land zu vereinen ».
Das Labour-Wahlprogramm setzt drei nicht verhandelbare rote Linien: keine Rückkehr zum europäischen Binnenmarkt, keine Zollunion mit der EU und keine Wiederherstellung der Freizügigkeit von Personen.
Joël Reland, Analyst bei UK in a Changing Europe – einer unabhängigen britischen Forschungsorganisation, die auf EU-Großbritannien-Beziehungen spezialisiert ist – ist der Ansicht, dass Burnhams Agenda mit Fokus auf innere Dezentralisierung, Industrialisierung und wirtschaftliche Souveränität die EU-Doktrin der « strategischen Autonomie » eng widerspiegelt.
Diese Doktrin zielt darauf ab, externe Abhängigkeiten der EU in kritischen Bereichen zu verringern: künstliche Intelligenz, Energie, digitale Infrastrukturen und kritische Mineralien. Diese Konvergenz könnte London und Brüssel de facto näher zusammenbringen, ohne formale Handelsverhandlungen zu durchlaufen.
Reland nennt zwei institutionelle Plattformen als mögliche Rahmenbedingungen: den Ausschuss der Regionen (AdR), ein Beratungsgremium der EU, das Vertreter der lokalen und regionalen Behörden versammelt, und die EU-UK-Parlamentarische Versammlung.
Anthony Dworkin, Forscher beim ECFR (Europäischer Rat für Außenbeziehungen, ein 2007 gegründetes paneuropäisches Forschungszentrum), ist der Ansicht, dass Burnham seine Außenpolitik in lokalen wirtschaftlichen Realitäten verankern wird – anders als Starmer. Kurzfristig zielt die Regierung auf die Fertigstellung von drei EU-UK-Abkommen ab, die bei einem zukünftigen bilateralen Gipfel unterzeichnet werden sollen.
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Ein « sehr gutes » erstes Gespräch, das einen gemeinsamen Wille bestätigt habe, die EU und Großbritannien « immer näher zusammenzubringen ».
— Ursula von der Leyen, Präsidentin der Europäischen Kommission, Woche des 22. Juli 2026
Der Brexit « war schädlich », aber er denkt nicht daran, dass Großbritannien der EU beitritt.
— Andy Burnham, bei seiner Kampagne für die Nachwahl 2026
Die genaue Form, die die Annäherung zwischen London und Brüssel annehmen wird, bleibt zu klären. Analysten erwähnen mögliche Wege – institutionelle Kanäle, Parlamentarische Versammlung, sektorale Konvergenz – aber es wurde keine formale Zusage oder kein Zeitplan angekündigt.
Das Datum des nächsten EU-UK-Gipfels, bei dem drei Abkommen unterzeichnet werden sollten, ist in den verfügbaren Quellen nicht angegeben.
Nein, zumindest nicht kurzfristig. Bei seiner Kampagne 2026 erklärte Burnham, dass er nicht daran denkt, dass Großbritannien der EU beitritt, obwohl er dies öffentlich 2025 erhofft hatte. Sein erklärtes Ziel ist es, « das Land zu vereinen ».
Das Labour-Wahlprogramm setzt drei nicht verhandelbare Zwänge: keine Rückkehr zum europäischen Binnenmarkt, keine Zollunion mit der EU und keine Wiederherstellung der Freizügigkeit von Personen.
Laut dem Analysten Joël Reland, weniger durch formale Handelsverhandlungen als vielmehr über Plattformen wie den Ausschuss der Regionen oder die EU-UK-Parlamentarische Versammlung, und durch eine sektorale Konvergenz bei KI, Energie und kritischen Mineralien.
Etwa 65 % der Wähler in diesem Wahlkreis hatten 2016 für Leave gestimmt. Sein Sieg in diesem Kontext zeigt die Spannung zwischen seiner langfristigen pro-europäischen Agenda und der Wahlbasis, die er zusammenbringen muss, um zu regieren.