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Ausland
Herz — Desk International · · Zusammenfassung 30 s · Artikel 2 Min.
Der deutsche Arbeitsmarkt befindet sich in einer Krise: Knapp drei Millionen Menschen sind arbeitslos, und etwa 15.000 Industriestellen verschwinden jeden Monat. Die Arbeitslosigkeit von Führungskräften ist um 14 % gestiegen. Das große Ausnahmesegment: die Rüstungsindustrie. Rheinmetall, Hensoldt, KNDS und ThyssenKrupp Marine Systems rekrutieren aktiv Führungskräfte und Ingenieure, mit Tausenden geplanten Positionen 2026. Laut Personalfachleuten sollte dieser Trend bis 2035 anhalten.
Der deutsche Arbeitsmarkt befindet sich in einer Krise, meldet das Handelsblatt. Die Zahl der Arbeitslosen liegt knapp unter drei Millionen, und das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) schätzt, dass etwa 15.000 Industriestellen jeden Monat verschwinden.
Führungskräfte sind besonders betroffen. Die Bundesagentur für Arbeit – Deutschlands wichtigste Arbeitsvermittlung mit Sitz in Nürnberg – verzeichnet einen Anstieg um 14 % bei arbeitslosen Führungskräften innerhalb eines Jahres, branchenübergreifend.
In diesem Kontext bilden Rüstungshersteller eine Ausnahme: Sie rekrutieren Führungskräfte gegen den allgemeinen Trend.
Rheinmetall, ein Mitglied des DAX-Index, plant 2026 über 5.000 Neueinstellungen weltweit. Das Unternehmen schlüsselt Führungspositionen nicht separat auf.
Hensoldt AG, spezialisiert auf Militärelektronik und Verteidigung, plant 2026 1.600 neue Stellen, davon etwa 60 Führungspositionen.
KNDS, europäischer Rüstungskonzern spezialisiert auf Panzer, hat im vergangenen Jahr fast 100 Führungskräfte eingestellt und plant, in den kommenden Jahren etwas über 100 weitere einzustellen.
ThyssenKrupp Marine Systems (TKMS), deutscher Schiffbauer und Geschäftsbereich der ThyssenKrupp-Gruppe mit Sitz in Hamburg, konzentriert ihre Rekrutierung auf Profile mit maritimem Bezug, aus technischen Ausbildungen, Ingenieurwesen oder Informatik.
Die meistgesuchten Profile für Führungspositionen bei Rheinmetall sind Informatik, Projektmanagement, Ingenieurwesen und Beschaffung. Berufliche Übergänge aus der Automobilbranche oder Luftfahrt sind auch bei Hensoldt geschätzt.
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Die Rüstungshersteller durchlaufen eine strukturelle Umwandlung: Sie wechseln von handwerklicher Fertigung zu Serienproduktion. Diese Umstellung erzeugt eine hohe Nachfrage nach erfahrenen Führungskräften mit Transformationserfahrung, die technische und kommerzielle Kompetenzen verbinden können.
Eva Brückner, Headhunterin beim Heinrich und Coll Büro, stellt fest, dass das Volumen ihrer Aufträge für Rüstung seit Beginn des Ukraine-Krieges 2022 um etwa zwei Drittel gestiegen ist, mit einer noch stärkeren Beschleunigung 2026.
Nach den Prognosen, die sie anführt, sollte der Rüstungssektor bis 2035 weiterhin deutlich wachsen.
Das IAB (Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung) wird in den verfügbaren verifizierten Quellen nicht ausführlich beschrieben, außer über seinen vollständigen Namen. Darüber hinaus ist ein direkter Vergleich der Führungskräfte-Zahlen zwischen den Unternehmen nicht möglich, da Rheinmetall diese nicht separat erfasst.
Der Ukraine-Krieg seit 2022 hat militärische Aufträge stimuliert. Die Rüstungshersteller durchlaufen auch einen Übergang zur Serienproduktion, was eine starke Nachfrage nach Führungskräften spezialisiert auf industrielle Transformation schafft.
Bei Rheinmetall sind Informatik, Projektmanagement, Ingenieurwesen und Beschaffung prioritär. Bei Hensoldt sind Übergänge aus der Automobilbranche oder Luftfahrt geschätzt. TKMS zielt auf technische oder IT-Profile mit Affinität zu Maritim-Technologien.
Rheinmetall plant 2026 über 5.000 Neueinstellungen weltweit, ohne Unterscheidung nach Hierarchieebene. Hensoldt plant 1.600 Stellen, davon etwa 60 Führungspositionen.
Nach Prognosen der Headhunterin Eva Brückner vom Heinrich und Coll Büro sollte der Rüstungssektor bis 2035 deutlich weiterhin wachsen.