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Klima
Herz — Desk Klima · · Zusammenfassung 30 s · Artikel 3 Min.
Die Hitzewelle vom Juni 2026, dem laut Branchenverband Coceral wärmsten Juni in Westeuropa, kostete Getreideerzeuger der EU und des Vereinigten Königreichs etwa 2 Milliarden Euro. Das zeigt eine Schätzung der ECIU vom 22. Juli 2026. Rund 9 Millionen Tonnen Getreide gingen verloren — Europas schwächste Ernte seit 2018. Frankreich ist am meisten betroffen mit 3,4 Millionen Tonnen verlorenem Mais im Wert von 891 Millionen Euro. Auch Ungarn und Spanien leiden unter erheblichen Ausfällen. Das Produktionsdefizit könnte Europas Abhängigkeit von Importen erhöhen.
Die Hitzewelle vom Juni 2026 verursachte etwa 2 Milliarden Euro (1,7 Milliarden Pfund Sterling) Einnahmeverluste für Getreideerzeuger in der Europäischen Union und im Vereinigten Königreich. Diese Schätzung stammt von der ECIU (Energy & Climate Intelligence Unit), einer unabhängigen britischen Nichtregierungsorganisation, die sich auf wirtschaftliche und politische Analysen von Klimafragen spezialisiert hat. Sie wurde am 22. Juli 2026 veröffentlicht.
Juni 2026 war nach Angaben von Coceral, dem europäischen Branchenverband für Getreidehandel und Agrarversorgung in der EU, der wärmste Juni, der je in Westeuropa gemessen wurde.
Insgesamt gingen etwa 9 Millionen Tonnen Getreide gegenüber den Vorhersagen vor der Hitzewelle verloren. Dieses Volumen übersteigt die erwartete kombinierte Produktion Österreichs, Irlands und der Niederlande und macht 2026 zum schlechtesten Getreideerntejahr in Europa seit 2018.
Die Hitzewelle traf in zwei besonders anfälligen Stadien: bei der Maisbestäubung und beim Kornfüllungsstadium (grain fill) des Weizens — der Zeit, in der die Ähre Stärke- und Proteinreserven ansammelt, die das reife Korn bilden. Thermischer Stress in diesen Phasen reduziert die Erträge stark, auch wenn sichtbare Schäden an der Pflanze fehlen.
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Frankreich ist das am stärksten betroffene Land: Etwa 3,4 Millionen Tonnen Mais gingen verloren, für einen geschätzten Wert von 891 Millionen Euro.
Ungarn (2,4 Millionen Tonnen) und Spanien (1,4 Millionen Tonnen) verzeichnen die zweiten und dritten größten erwarteten Getreideernte-Verluste.
In der Region Auvergne-Rhône-Alpes rechnet der Landwirt Benoît Merlo mit Ertragsausfällen von mindestens 50 %, bei Kulturen wie Soja sogar bis zu 70 %. In der Region herrschten über mehrere Wochen Temperaturen über 38 °C.
Im Vereinigten Königreich sind die Trockenheitsbedingungen — eine Folge der Juni-Hitzewelle und eines bereits trockenen Frühlings — am gravierendsten in East Anglia und im Südosten Englands. Viele Landwirte haben ihre Ernte vorverlegt, um die Verluste zu begrenzen.
Der ECIU-Analyst Tom Lancaster unterstreicht, dass das Vereinigte Königreich in dieser einen Dekade bereits drei der fünf schlechtesten Getreideernte-Jahrgänge seiner Geschichte erlebt hat.
Das Produktionsdefizit dürfte Europas Abhängigkeit von Getreideimporten erhöhen und Aufwärtsdruck auf die Weltmarktpreise für Rohstoffe ausüben. Diese Tendenz wird durch eine schwere Dürre verschärft, die gleichzeitig den Süden und Westen der USA trifft und deren Getreide- und Fleischproduktion reduziert.
Das endgültige Ergebnis der britischen Getreideernte ist noch nicht bekannt. Die ECIU-Schätzungen basieren auf den aktuellen Getreidepreisen und können im Laufe der Erntesaison überarbeitet werden.
Die Hitze traf in zwei kritischen Stadien: der Maisbestäubung und dem Kornfüllungsstadium des Weizens. In diesen Zeiten reduziert thermischer Stress die Erträge deutlich, selbst wenn keine sichtbaren Pflanzenschäden vorhanden sind.
Frankreich führt mit 3,4 Millionen Tonnen verlorenem Mais (891 Millionen Euro), gefolgt von Ungarn (2,4 Mt) und Spanien (1,4 Mt).
Das europäische Defizit dürfte die Importabhängigkeit erhöhen und die Weltpreise unter Druck setzen. Dies wird noch verschärft durch eine gleichzeitige schwere Dürre im Süden und Westen der USA.
Nein: Sie wäre die schlechteste seit 2018, der letzten großen Dürre in Europa. Juni 2026 ist jedoch laut Coceral der wärmste Juni, der je in Westeuropa gemessen wurde.