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Wirtschaft
Herz — Desk Wirtschaft · · Zusammenfassung 30 s · Artikel 3 Min.
Die Trump-Administration begründete ihre neue Zollwelle vom 24. Juli 2026 gegen mehrere Handelspartner mit dem Vorwurf der Zwangsarbeit in Lieferketten. Die Europäische Union, die ein Gesetz gegen Produkte aus Zwangsarbeit erlassen hat, profitiert von besseren Zollsätzen in den USA als Großbritannien, das solch ein Gesetz noch nicht verabschiedet hat. Europäische Exporteure erlangen dadurch einen Wettbewerbsvorteil in bestimmten Sektoren des amerikanischen Marktes. China und Kanada kompensieren ihre Rückgänge beim US-Handel durch verstärkte Handelsbeziehungen mit anderen Weltregionen.
Am 24. Juli 2026 begründete die Trump-Administration ihre neue Zollwelle gegen Dutzende Handelspartner mit Vorwürfen von Zwangsarbeit in Lieferketten. Nach Angaben der BBC dient diese Begründung auch als Schutzwall gegen mögliche Anfechtungen im Kongress oder vor Gerichten.
Für Großbritannien bleibt der Nominalsatz bei 10 %, wird aber durch Zusatzzölle auf bestimmte Produkte wie Schuhe und Textilien erhöht. Für die Europäische Union ist der 10-%-Satz pauschal und kumuliert nicht mit anderen Zöllen.
Der europäische Vorteil beruht auf einem EU-Gesetz, das Produkte aus Zwangsarbeit verbietet. Genau dieses Kriterium hat Washington zur Grundlage für seine Zollmodulierung gemacht.
Großbritannien hat noch keine entsprechende Gesetzgebung erlassen. Im Oktober 2025 erklärte die britische Regierung zwar, sich der staatlich auferlegten Zwangsarbeit entschieden zu widersetzen, kündigte aber an, die beste Möglichkeit zu prüfen, diese Position umzusetzen, und berief sich dabei auf betriebliche und rechtliche Komplexitäten.
sich der staatlich auferlegten Zwangsarbeit entschieden zu widersetzen
— Britische Regierung, Oktober 2025
Großbritannien hat mit Washington jedoch Teilabkommen in mehreren Sektoren ausgehandelt: Arzneimittel, Stahl, Aluminium, Autos und Whisky – letzteres mit Unterstützung von König Charles.
William Bain, Handelsexperte der British Chambers of Commerce – ein Netzwerk von 52 regionalen Handelskammern im Vereinigten Königreich – bestätigt, dass EU-Exporteure in bestimmten Sektoren des amerikanischen Marktes einen Wettbewerbsvorteil gegenüber ihren britischen Pendants haben.
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Chinas Handel mit den USA blieb im ersten Halbjahr 2026 im Vergleich zum ersten Halbjahr 2025 stabil. Seine Handelsbeziehungen mit dem Rest der Welt wuchsen dagegen um 21 %: +14 % mit der EU, +11 % mit Großbritannien und +24 % mit Afrika.
Kanada zeigt die gleiche Umstrukturierungsdynamik: Es hat seinen Handel mit dem Rest der Welt stärker gesteigert, als es auf der amerikanischen Seite verloren hat.
Die von der BBC angeführten effektiven Sätze (8,5 % für die EU, 6,8 % für Großbritannien) werden konditional dargestellt und entsprechen handelsgewichteten Schätzungen. Die Berechnungsmethodik wird in den verfügbaren Quellen nicht detailliert. Die BBC deutet an, dass diese Sätze europäische Exporteure auf dem amerikanischen Markt wettbewerbsfähiger machen würden, ohne jedoch den Mechanismus zu erklären, der diesen Vorteil trotz eines scheinbar höheren EU-Satzes erklären würde.
Es ist derzeit unklar, ob und wann Großbritannien ein der EU vergleichbares Zwangsarbeitsgesetz erlässt und ob eine solche Maßnahme die mit Washington ausgehandelten Zollbedingungen ändern würde.
Diese Begründung dient sowohl als moralisches Argument als auch als rechtlicher Schutzwall und macht eine Anfechtung dieser Zölle im Kongress oder vor amerikanischen Gerichten schwieriger, so die BBC.
Beide Regionen sehen sich einem Nominalsatz von 10 % auf ihre Ausfuhren in die USA gegenüber. Für Großbritannien kommen Zusatzzölle auf Produkte wie Schuhe und Textilien hinzu. Für die EU ist die 10 %-Quote pauschal ohne Zusatzzölle.
Großbritannien schloss Teilabkommen für Arzneimittel, Stahl, Aluminium, Autos und Whisky ab, wobei letzteres insbesondere durch die Intervention von König Charles zustande kam.
Nein. Während sein Handel mit den USA im ersten Halbjahr 2026 stabil blieb, wuchsen seine weltweiten Handelsbeziehungen um 21 %, mit Zuwächsen zur EU (+14 %), zu Großbritannien (+11 %) und zu Afrika (+24 %).