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Herz — Desk Technik & Wissenschaft · · Zusammenfassung 30 s · Artikel 4 Min.
Der Ebola-Ausbruch im Osten der Demokratischen Republik Kongo hat seit Ende April 1'521 Todesopfer bei 3'442 laborbestätigten Infektionen gefordert. Laut Handelsblatt ist es bereits der dritttödlichste bekannte Ebola-Ausbruch und jener mit dem schnellsten Anstieg der Infektionszahlen. Inzwischen sind fünf Provinzen betroffen. Mehr als 80 Prozent der neuen Fälle stehen nicht auf den bekannten Kontaktlisten. Die Weltgesundheitsorganisation schätzt deshalb, dass die tatsächliche Zahl der Infektionen zwei- bis viermal so hoch sein könnte wie die bestätigte Fallzahl. Am 24. Juli begannen erste Tests eines Impfstoffs gegen die Bundibugyo-Variante am Menschen.
Die kongolesische Regierung meldet seit Ende April 3'442 laborbestätigte Infektionen und 1'521 Todesfälle, wie das Handelsblatt berichtet.
Innerhalb weniger Monate ist der Ausbruch zum dritttödlichsten bekannten Ebola-Ausbruch geworden. Die Zahl der Infektionen steigt schneller als bei jedem früheren bekannten Ausbruch.
Die Behörden beziffern die Sterblichkeitsrate auf rund 44 Prozent. Damit endet fast die Hälfte der erkannten Infektionen tödlich.
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO), die für öffentliche Gesundheit zuständige Sonderorganisation der Vereinten Nationen, schätzt die tatsächliche Zahl der Infektionen auf das Zwei- bis Vierfache der laborbestätigten Fälle.
Mehr als 80 Prozent der neuen Fälle werden ausserhalb der Kontaktlisten anderer Erkrankter entdeckt. Bei den meisten neu erkrankten Menschen bleibt unklar, wo sie sich angesteckt haben.
Die Zahl der neuen Fälle nimmt von Woche zu Woche zu. Inzwischen betrifft der Ausbruch fünf Provinzen, darunter ein Gebiet unmittelbar an der stark frequentierten Grenze zum Südsudan.
Die WHO erklärte Mitte Mai den Gesundheitsnotstand. Fachleute vermuten jedoch, dass das Virus bereits seit Februar in der Region zirkulierte.
Mitarbeitende von Médecins Sans Frontières (MSF), einer internationalen medizinischen Hilfsorganisation, berichten, dass viele Erkrankte erst in kritischem Zustand in die Behandlungszentren kommen. Ihre Überlebenschancen sind dann gering.
Die Illustrationen dieses Artikels wurden von künstlicher Intelligenz erstellt.
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Nach Angaben der WHO sterben zwei Drittel der Todesopfer in ihrem persönlichen Umfeld, ohne in einer spezialisierten Einrichtung behandelt worden zu sein. Angehörige, die sie versorgen, sind dadurch besonders gefährdet.
Ebola wird durch Körperkontakt übertragen, insbesondere durch den Kontakt mit Körperflüssigkeiten. Die Krankheit verursacht ein potenziell tödliches Fieber sowie Durchfall und Blutungen.
Die WHO zählt in den Isolations- und Behandlungszentren des betroffenen Gebiets knapp 950 Betten. Ihre Verteilung entspricht jedoch nicht überall dem lokalen Bedarf.
In Nord-Kivu liegt die Auslastung bei 136 Prozent. In Ituri ist ein Drittel der Betten frei, während aus Bunia Wartezeiten gemeldet werden.
Mangelnde Information, Misstrauen gegenüber dem Gesundheitssystem und den Behandlungszentren sowie Angriffe auf Einsatzkräfte behindern die Eindämmung des Ausbruchs.
Im Osten des Landes leben Hunderttausende Vertriebene teils seit Jahren in provisorischen Lagern. Die hygienischen Bedingungen sind schlecht, und die medizinische Versorgung ist begrenzt.
Auch Malaria und Cholera sind in der Region verbreitet. Einige ihrer Symptome ähneln jenen von Ebola.
Rebellengruppen kontrollieren Gebiete in Nord-Kivu und Süd-Kivu. In Ituri greift die mit der Terrormiliz Islamischer Staat verbündete ADF Dörfer an.
Die Konfliktdatenorganisation Acled zählt in diesem Jahr mindestens rund 1'100 getötete Zivilpersonen in Nord-Kivu, Süd-Kivu und Ituri.
Verursacht wird der Ausbruch durch die Bundibugyo-Variante des Ebola-Virus. Gegen diese Variante gibt es bisher weder einen gezielten Impfstoff noch ein gezieltes Medikament.
Am 24. Juli begann die erste Phase der Tests eines Impfstoffs der Universität Oxford gegen diese Variante am Menschen. Nach Angaben der Entwickler stehen bereits 620'000 Dosen zur Verfügung.
Bei einem Ausbruch mit dieser Variante in Uganda im Jahr 2007 verzeichnete die WHO eine Sterblichkeitsrate von 30 Prozent. Im Kongo lag sie 2012 bei 50 Prozent.
Carl Skau, stellvertretender Direktor des Welternährungsprogramms der Vereinten Nationen, bezeichnet den Ausbruch als den am schnellsten wachsenden Ebola-Ausbruch, der je beobachtet wurde.
Am Mittwoch erinnerte er daran, dass der Ebola-Ausbruch in Westafrika acht Monate brauchte, um 1'000 Todesfälle zu erreichen.
Der Ebola-Ausbruch in Westafrika von 2014 bis 2015 forderte mehr als 11'000 Todesopfer. Beim Ausbruch von 2018 bis 2020 im Osten des Kongo, dem zweittödlichsten bekannten, starben rund 2'300 Menschen.
Die Gesamtzahl der Infektionen bleibt unklar. Nach Schätzung der WHO könnte die tatsächliche Zahl zwei- bis viermal so hoch sein wie die Zahl der laborbestätigten Fälle.
Bei den meisten neuen Fällen ist der Ort der Ansteckung unbekannt. Auch der genaue Beginn der Viruszirkulation steht nicht fest, obwohl Fachleute ihn im Februar vermuten.
Die kongolesische Regierung meldet seit Ende April 3'442 laborbestätigte Infektionen und 1'521 Todesfälle.
Der Ausbruch betrifft fünf Provinzen, darunter ein Gebiet unmittelbar an der stark frequentierten Grenze zum Südsudan.
Mehr als 80 Prozent der neuen Fälle werden ausserhalb bekannter Kontaktlisten entdeckt. Die WHO schätzt, dass die tatsächliche Zahl der Infektionen zwei- bis viermal so hoch sein könnte wie die bestätigte Bilanz.
Ein gezielter Impfstoff ist noch nicht verfügbar. Die erste Phase der Tests am Menschen begann am 24. Juli; laut den Entwicklern stehen 620'000 Dosen bereit.
Das Virus wird durch Körperkontakt übertragen, insbesondere durch den Kontakt mit Körperflüssigkeiten.