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Herz — Desk Technik & Wissenschaft · · Zusammenfassung 30 s · Artikel 3 Min.
In der Demokratischen Republik Kongo sind bis zum 11. August 2026 bei 4’381 bestätigten Ebola-Fällen 2’011 Menschen gestorben. Die Fallsterblichkeit beträgt damit 45,9 Prozent. Der am 15. Mai offiziell erklärte Ausbruch begann vermutlich bereits im Februar und hat sein Epizentrum in Ituri. Nach Angaben der WHO breitet er sich schneller aus als frühere Ebola-Ausbrüche im Land. Gesundheitsteams erreichten lediglich 30 Prozent der Betroffenen, während 70 Prozent zu Hause stürben. Bewaffnete Gruppen, Misstrauen und eine schwache Gesundheitsinfrastruktur erschweren die Eindämmung. Laut Gesundheitsminister Samuel Roger Kamba ist der Höhepunkt noch nicht erreicht.
In der Demokratischen Republik Kongo sind bis zum 11. August 2026 bei 4’381 bestätigten Ebola-Fällen 2’011 Menschen gestorben. Laut den von der Tribune de Genève und 24 heures veröffentlichten Daten beträgt die Fallsterblichkeit 45,9 Prozent.
Das Land erklärte am 15. Mai offiziell seinen 17. Ebola-Ausbruch. Begonnen hat er vermutlich bereits im Februar 2026.
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO), eine Sonderorganisation der Vereinten Nationen für die öffentliche Gesundheit, datiert den mutmasslichen Beginn damit mehrere Wochen vor die offizielle Erklärung.
Der Ausbruch nahm in Ituri seinen Anfang; die Provinz ist weiterhin das Epizentrum. Betroffen sind auch mehrere Provinzen im Nordosten und Osten des Landes, darunter Nord-Kivu und Süd-Kivu.
Nach Angaben der WHO breitet sich dieser Ausbruch schneller aus als alle früheren Ebola-Ausbrüche in der DR Kongo.
Am 22. Juli überschritt die Zahl der Todesfälle die Schwelle von 1’000. Bis zum 11. August stieg sie auf mehr als 2’000.
Die Illustrationen dieses Artikels wurden von künstlicher Intelligenz erstellt.
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Der bisher tödlichste Ebola-Ausbruch in der DR Kongo hatte zwischen 2018 und 2020 bei 3’500 erfassten Erkrankten fast 2’300 Todesopfer gefordert.
Sania Nishtar leitet Gavi, die Impfallianz, die den Zugang zu Impfstoffen in einkommensschwachen Ländern fördert. Sie bezeichnet den aktuellen Ausbruch als den grössten in der Geschichte der DR Kongo.
Nach ihrer Einschätzung könnte er zum weltweit grössten jemals erfassten Ebola-Ausbruch werden.
Mohamed Yakub Janabi, WHO-Regionaldirektor für Afrika, sagte am Montag in Bunia, die Gesundheitsteams erreichten lediglich 30 Prozent der Betroffenen.
Er fügte hinzu, dass 70 Prozent der Betroffenen zu Hause stürben. Nach Angaben von Die Zeit und der Süddeutschen Zeitung wurden zudem 704 Patienten in Isolierstationen behandelt.
Die von bewaffneten Gruppen ausgehende Unsicherheit und das Misstrauen in der Bevölkerung behindern die Massnahmen. Hinzu kommen die schwache staatliche Präsenz und die unzureichende Gesundheitsinfrastruktur.
Der kongolesische Virologe und Mitentdecker des Ebola-Virus Jean-Jacques Muyembe bezeichnete die Reaktion am Dienstag als langsam und ineffizient. Als Gründe nannte er Mängel bei der landesweiten Koordination und Organisation.
Der kongolesische Gesundheitsminister Samuel Roger Kamba erklärte am Dienstag, der Höhepunkt des Ausbruchs sei noch nicht erreicht.
Er geht davon aus, dass die Ausbreitung unter Kontrolle gebracht werden und innerhalb der folgenden drei Monate zurückgehen könnte.
Ebola wird durch den Kontakt mit Körperflüssigkeiten übertragen und verursacht ein hämorrhagisches Fieber.
Eine am Montag in Nature Medicine veröffentlichte Studie deutet darauf hin, dass der Ausbruch auf eine Übertragung vom Tier auf den Menschen zurückgehen könnte.
Diese Annahme steht der Hypothese gegenüber, dass bereits bekannte Varianten erneut aufgetreten sind.
In den vergangenen fünfzig Jahren hat Ebola in Afrika mehr als 15’000 Menschen getötet.
Bis zum 11. August 2026 wurden in der DR Kongo 2’011 Todesfälle bei 4’381 bestätigten Fällen erfasst. Die Fallsterblichkeit beträgt 45,9 Prozent.
Die Provinz Ituri ist das Epizentrum. Betroffen sind auch Nord-Kivu, Süd-Kivu und weitere Provinzen im Osten des Landes.
Die DR Kongo erklärte ihren 17. Ebola-Ausbruch am 15. Mai offiziell. Sein mutmasslicher Beginn liegt im Februar 2026.
Bewaffnete Gruppen, das Misstrauen der Bevölkerung, die schwache staatliche Präsenz und eine unzureichende Gesundheitsinfrastruktur erschweren die Massnahmen.
Der kongolesische Gesundheitsminister erklärte am Dienstag, der Höhepunkt des Ausbruchs sei noch nicht erreicht.