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Ausland
Herz — Desk International · · Zusammenfassung 30 s · Artikel 2 Min.
Die Knesset verabschiedete am 16. Juli 2026 ein umstrittenes Mediengesetz. Dieses sieht eine neue Regulierungsbehörde vor, in der die Regierung deutlich mehr Einfluss auf Nominierungen haben wird. Kommunikationsminister Shlomo Karhi präsentiert das Gesetz als Liberalisierung. Kritiker befürchten verstärkte Kontrollmöglichkeiten über unabhängige Medien. Der Oberste Gerichtshof könnte das Gesetz aufheben. Das Gesetz ist Teil von Notfallmaßnahmen vor Wahlen am 27. Oktober.
Die Knesset, das Einkammerparlament Israels mit Sitz in Jerusalem, verabschiedete am 16. Juli 2026 ein umstrittenes Mediengesetz. Das Gesetz sieht die Schaffung einer neuen Regulierungsbehörde vor, in der die Regierung einen deutlich größeren Einfluss auf die Nominierungen haben wird.
Shlomo Karhi, der israelische Kommunikationsminister, stellte das Gesetz als Liberalisierung des regulierten Sektors dar und argumentierte, dass es die Bürokratie reduzieren und den Wettbewerb fördern würde.
Befürworter des Gesetzes argumentieren, dass die israelischen Medien überwiegend linksgerichtet oder liberal sind und konservative Positionen unterrepräsentiert. Sie plädieren für ausgewogenere Wettbewerbsbedingungen.
Kritiker befürchten, dass das Gesetz der Regierung ermöglicht, verstärkten Druck auf unabhängige Medien auszuüben, insbesondere auf Oppositionskanäle.
Das Mediengesetz ist Teil einer Serie von Notfallmaßnahmen, die von der Regierung Benjamin Netanyahus verabschiedet wurden, wie die Zeitung Die Zeit berichtete. Es steht im Zusammenhang mit dem straffen parlamentarischen Zeitplan vor der geplanten Auflösung der Knesset am Freitag.
Die Entscheidung zur Parlamentsauflösung war bereits im Mai getroffen worden, mit Wahlen, die für den 27. Oktober angesetzt sind.
Gegen das Gesetz sind bereits Beschwerden vor israelischen Gerichten eingereicht worden. Der Oberste Gerichtshof könnte das Gesetz ganz oder teilweise aufheben.
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Die Knesset ist das Einkammerparlament des Staates Israel mit Sitz in Jerusalem. Die Abgeordneten werden für ein vierjähriges Mandat gewählt.
Das Gesetz schafft eine neue Medienbehörde, in der die Regierung einen deutlich größeren Einfluss auf die Nominierungen haben wird.
Kritiker befürchten, dass es der Regierung erlaubt, Druck auf unabhängige Medien und Oppositionskanäle auszuüben. Bereits Beschwerden bei israelischen Gerichten eingereicht worden.
Ja. Beschwerden wurden eingereicht und der israelische Oberste Gerichtshof könnte das Gesetz ganz oder teilweise aufheben.
Die Auflösung der Knesset, die im Mai entschieden wurde, ist für Freitag geplant. Die Netanyahu-Regierung hat mehrere Notfallmaßnahmen vor der Neuwahl am 27. Oktober verabschiedet.