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Ausland
Herz — Desk International · · Zusammenfassung 30 s · Artikel 2 Min.
Bei Museumseinbrüchen in Europa kommen laut einem am Montag veröffentlichten Europol-Bericht zunehmend Schusswaffen, Äxte, Vorschlaghämmer und Sprengstoff zum Einsatz. Häufig werden bestimmte Objekte vorab ausgekundschaftet. Besonders begehrt sind Schmuck, Edelmetalle und antikes chinesisches Porzellan. Einige mutmassliche Täter wurden lokal über soziale Netzwerke oder Messenger angeworben und kannten einander zuvor nicht. Europol prüft, ob kriminelle Akteure aus anderen Märkten Museumsdiebstähle als risikoarme und ertragreiche Tätigkeit entdeckt haben. Für ein mögliches Modell nach Art von «Crime-as-a-Service» seien jedoch weitere Erkenntnisse nötig.
Museumseinbrüche in Europa werden gewaltsamer, wie aus einem am Montag veröffentlichten und vom Guardian aufgegriffenen Europol-Bericht hervorgeht. Täter setzen unter anderem Schusswaffen, Vorschlaghämmer, Äxte und Sprengstoff ein.
Europol, die EU-Agentur für die Zusammenarbeit der Strafverfolgungsbehörden, stellt diese Entwicklung in mehreren Mitgliedstaaten fest. Die Behörde unterstützt insbesondere den Informationsaustausch zwischen nationalen Polizeidiensten.
In einigen Fällen dienen Schusswaffen dazu, Sicherheitskräfte sowie Besucherinnen und Besucher einzuschüchtern. Bei anderen Taten wurden Beschäftigte gefesselt, angegriffen oder mit roher Gewalt überwältigt.
Der Einsatz von Gewalt steht laut Europol eng mit gezielten Operationen in Verbindung. Bestimmte Objekte scheinen vorab ausgekundschaftet und ihre Entwendung geplant worden zu sein.
Einige kürzlich festgenommene Verdächtige waren bereits in anderen Kriminalitätsbereichen aktiv. Ihr Profil unterscheidet sich von jenem etablierter Kulturguthändler, die Gewalt gewöhnlich vermeiden und sich auf organisierte Eigentumsdelikte oder den Diebstahl von Kulturgütern spezialisieren.
In mehreren jüngeren Fällen sollen Täter lokal über soziale Netzwerke und Messenger angeworben worden sein. Manche kannten einander zuvor nicht und koordinierten sich nur für die jeweilige Tat.
Diese kurzfristige Zusammenarbeit unterscheidet sich von den üblichen Strukturen des Kulturgüterhandels, die meist aus einer festen, von einer Führungsperson geleiteten Kerngruppe bestehen.
Europol hält es für möglich, dass nach einem Modell des «Crime-as-a-Service» beliebig angeworbene Kleinkriminelle für Museumseinbrüche eingesetzt werden. Die Behörde betont jedoch, dass dafür weitere Erkenntnisse gesammelt werden müssen.
Nach einer weiteren von Europol geprüften Hypothese könnten Akteure und Netzwerke aus anderen kriminellen Märkten Museumseinbrüche als Tätigkeit mit geringem Risiko und hohem Ertrag erkannt haben.
Edelmetalle und Schmuck werden wegen ihres Werts bevorzugt gestohlen. Gold und Silber lassen sich einschmelzen, Edelsteine aus ihren Fassungen lösen.
Auch antikes chinesisches Porzellan wird laut Europol vermutlich wegen seines finanziellen Werts ins Visier genommen. Eine hohe Nachfrage dürfte den Weiterverkauf auf dem Kunstmarkt erleichtern.
Die Illustrationen dieses Artikels wurden von künstlicher Intelligenz erstellt.
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Viele der aus dem Drents Museum gestohlenen Gegenstände wurden später sichergestellt. Der Helm von Coțofenești war ebenfalls wiedergefunden worden und wurde im April von bewaffneten Polizisten bewacht.
Im Musée Cognacq-Jay erbeuteten die vier Verdächtigen sieben goldene, mit Diamanten verzierte Objekte, nachdem sie Baseballschläger und Äxte eingesetzt hatten.
Im Louvre schlugen die Täter ein Fenster und die Vitrinen der Galerie d’Apollon ein. Der Wert des gestohlenen Schmucks wurde auf 88 Millionen Euro geschätzt.