Technik & Wissenschaft
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Herz — Desk Technik & Wissenschaft · · Zusammenfassung 30 s · Artikel 2 Min.
Reflect Orbital, ein kalifornisches Start-up, plant die Platzierung von bis zu 50.000 Satellitenspiegel in der Erdumlaufbahn, die das Sonnenlicht auf die Nachtseite der Erde umlenken sollen. Die FCC, die amerikanische Regulierungsbehörde für Telekommunikation, hat einen Prototyp genehmigt, obwohl 1.800 Einsprüche eingereicht wurden. Die offiziell angegebenen Zwecke sind die Stromversorgung von Solarpanelen und Rettungseinsätze bei Katastrophen. Der Analyse der Zeitschrift Die Zeit zufolge könnte die natürliche Nacht in zehn Jahren verschwinden – ohne dass eine internationale Instanz diese Risiken reguliert.
Reflect Orbital, ein kalifornisches Start-up, plant den Start von bis zu 50.000 Satellitenspiegel in die Erdumlaufbahn. Diese Geräte, die über eine Anwendung gesteuert werden können, würden das Sonnenlicht auf die Nachtseite der Erde umlenken.
Die FCC – Federal Communications Commission, die amerikanische Behörde zur Regulierung von Telekommunikation – hat einen Prototyp des Projekts genehmigt. Diese Entscheidung wurde trotz 1.800 eingereichten Einsprüchen getroffen.
Nach Die Zeit sind die offiziell von dem Start-up angegebenen Zwecke die Stromversorgung von Solarpanels und Rettungseinsätze bei Katastrophen.
Die Analyse von Die Zeit warnt davor, dass die natürliche Nacht in zehn Jahren verschwinden könnte. Auch weit weg von Städten würde der Himmel um Mitternacht in einem allgegenwärtigen weißen Halo leuchten. In städtischen Gebieten würde fast kein Stern mehr sichtbar sein.
Satellitenkonstellationen erzeugen bereits Lichtschweifen auf Teleskopbildern und können Piloten blenden. Hinzu kommen Störungen der biologischen Zyklen von Tieren, gesundheitliche Bedenken für Menschen, Risiken durch Weltraummüll und mögliche Auswirkungen auf die Ozonschicht.
Keine Institution ist derzeit für die ökologischen, astronomischen und gesellschaftlichen Schäden der Privatisierung der Erdumlaufbahn verantwortlich. Die Zeit fordert eine starke internationale Regulierung, idealerweise unter der Schirmherrschaft der Vereinten Nationen.
Die verfügbaren Quellen geben weder einen geplanten Starttermin noch den aktuellen Entwicklungsstand des Projekts über die Prototypgenehmigung hinaus an. Die gesundheitlichen Auswirkungen auf Menschen werden erwähnt, aber nicht quantifiziert. Die Identität der 1.800 Gegner und ihre detaillierten Argumente sind nicht bekannt.
Das kalifornische Start-up nennt zwei Hauptzwecke: Stromversorgung von Solarpanels durch umgeleitetes Licht und Unterstützung von Rettungseinsätzen bei Katastrophen.
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Mit 50.000 Satellitenspiegel in der Umlaufbahn würde reflektiertes Sonnenlicht einen permanenten weißen Halo im Nachthimmel schaffen, sichtbar auch weit entfernt von urbanen Gebieten.
Die FCC ist eine amerikanische Regulierungsbehörde. Sie hat den Prototyp von Reflect Orbital genehmigt, aber keine internationale Institution hat derzeit die Befugnis, solche Projekte weltweit zu blockieren oder zu regulieren.
Lichtschweifen auf Teleskopbildern, Blendung von Piloten, Störungen der biologischen Zyklen von Tieren, gesundheitliche Fragen für Menschen, Weltraummüll und mögliche Auswirkungen auf die Ozonschicht.