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Herz — Desk Technik & Wissenschaft · · Zusammenfassung 30 s · Artikel 2 Min.
In einem Interview in der Handelsblatt vom 31. Juli 2026 gibt der Finanzforscher Martin Weber praktische Tipps für Privatanleger. Er empfiehlt ein Einstiegsportfolio aus zwei Dritteln Aktien und einem Drittel Anleihen und warnt vor einer ausschließlichen Abhängigkeit von einem MSCI-World-ETF. Nach dem Deutsches Aktieninstitut besitzt nur jeder sechste Deutsche Aktien. Weber betont, dass persönliche Risikotoleranz wichtiger ist als das Alter, und rät zur breiten Diversifikation. Außerdem empfiehlt er Gebührenberater Bankberatern vorzuziehen.
Der Finanzforscher Martin Weber, der sich jahrzehntelang mit dem Anlegeverhalten befasst, hat seine Anlageempfehlungen in einem Interview in der Handelsblatt vom 31. Juli 2026 veröffentlicht.
Der Hintergrund ist eine schwache Börsenkultur in Deutschland: Nach dem Deutsches Aktieninstitut besitzt nur etwa jeder sechste Bundesbürger Aktien, entweder direkt oder über Fonds.
Weber schlägt ein einfaches Einstiegsportfolio vor: zwei Drittel Aktien und ein Drittel Anleihen. Rohstoffe oder Immobilien könnten hinzugefügt werden, würden die Verwaltung aber verkomplizieren.
Breite Diversifikation ist für nahezu alle Anleger erforderlich. Weber argumentiert, dass fast niemand – weder Privatanleger noch die Mehrheit der professionellen Fondsmanager – einen Informationsvorteil gegenüber anderen Marktteilnehmern hat.
Ein MSCI-World-ETF allein reicht nicht aus, so Weber: Eine Investition in diesen Index bedeutet im Wesentlichen, nur US-amerikanische Aktien zu halten, da Schwellenländer ausgeschlossen sind.
Er führt das Beispiel von Charlie Munger an, dem 2023 verstorbenen Partner von Warren Buffett, der nur drei Positionen in seinem Portfolio gehabt haben soll. Für Weber ist eine solche Konzentration nur zu rechtfertigen, wenn der Anleger einen echten Informationsvorteil bei einem bestimmten Wert hat.
Die Regel "Aktienquote = 100 minus Alter" kann sinnvoll sein, wenn das Ziel darin besteht, sein gesamtes Vermögen während des Lebens aufzubrauchen. Lebenszyklusfonds, die in den USA sehr beliebt sind, befolgen genau diese Logik.
Weber differenziert aber: Die Aktienquote sollte in erster Linie die persönliche Risikotoleranz widerspiegeln – den Anlagehorizont und das psychologische Wohlbefinden bei Kursschwankungen – und nicht eine starre Regel, die sich nur auf das Alter stützt.
Weber bevorzugt Gebührenberater (Honorarberater) gegenüber traditionellen Bankberatern. Sie beraten deutlich unabhängiger, ohne zu versuchen, die Produkte ihres Kreditinstituts zu verkaufen.
Der Handelsblatt-Artikel präzisiert nicht die institutionelle Natur des Deutsches Aktieninstitut – der Quelle für die Statistik über den Aktienbesitz von Deutschen – noch den Referenzzeitraum dieser Daten.
Die Illustrationen dieses Artikels wurden von künstlicher Intelligenz erstellt.
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Nach Weber führt ein solcher ETF im Wesentlichen dazu, dass man nur US-amerikanische Aktien hält. Schwellenländer sind ausgeschlossen, was die geografische Diversifikation des Portfolios einschränkt.
Laut Weber sollte die persönliche Risikotoleranz – der Anlagehorizont und das psychologische Wohlbefinden bei Kursschwankungen – ausschlaggebend sein, nicht eine mechanische Regel nach Alter. Die Regel "100 minus Alter" ist nur relevant, wenn Sie planen, Ihr gesamtes Vermögen während des Lebens aufzubrauchen.
Weber hält diese Berater für deutlich unabhängiger: Sie versuchen nicht, Produkte eines bestimmten Kreditinstituts zu verkaufen, im Gegensatz zu angestellten Bankberatern.