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Schweiz
Herz — Desk Schweiz · · Zusammenfassung 30 s · Artikel 2 Min.
Die Berner Pride 2026 versammelte am 25. Juli Tausende von Menschen in den Strassen Berns. Der bunte und friedliche Zug startete mittags vom Waisenhausplatz, führte durch die Altstadt sowie die Quartiere Matte und Marzili entlang der Aare zum Bundesplatz. Rednerinnen und Redner betonten, dass rechtliche Gleichberechtigung noch nicht erreicht ist. Die Hauptforderungen: Verbot von Konversionstherapien – wissenschaftlich widerlegte pseudo-therapeutische Praktiken zur Veränderung von sexueller Orientierung oder Geschlechtsidentität –, die in vielen Kantonen noch legal sind, sowie die rechtliche Anerkennung nicht-binärer Personen.
Die Berner Pride fand am 25. Juli 2026 statt und versammelte Tausende von Menschen in den Strassen Berns, wie Le Temps berichtet.
Der Demonstrationszug startete mittags vom Waisenhausplatz. Er führte durch die Altstadt und dann entlang der Aare durch die Quartiere Matte und Marzili, bevor er beim Bundesplatz ankam.
Der Zug war farbenfroh und friedlich, begleitet von mehreren Lastwagen, die als mobile Bühnen dienten. Die Gässchen der Altstadt waren mit Regenbogenflaggen geschmückt.
Anna Rosenwasser, Nationalrätin der SP aus Zürich und LGBTQ-Aktivistin, eröffnete die Demonstration.
Die Schweiz rangiert nur ganz unten bei den Rechten der Queer-Community – was nicht nur peinlich, sondern auch gefährlich ist.
— Anna Rosenwasser, Nationalrätin SP/ZH, bei der Eröffnung der Berner Pride 2026
Auf dem Bundesplatz fand ein Festival mit politischen Reden, Musik und Performances statt. Mehrere Rednerinnen und Redner wiesen darauf hin, dass rechtliche Gleichberechtigung noch nicht erreicht ist und dass Queer-Personen weiterhin täglichen Diskriminierungen ausgesetzt sind.
Die Demonstrantinnen und Demonstranten trugen drei Hauptforderungen vor: das Verbot von Konversionstherapien, die rechtliche Anerkennung von nicht-binären Personen und die Beseitigung von Rechtslücken für Regenbogenfamilien.
Konversionstherapien bezeichnen wissenschaftlich widerlegte pseudo-therapeutische Praktiken, die darauf abzielen, die sexuelle Orientierung oder Geschlechtsidentität einer Person zu verändern – oft mit gewaltsamen Mitteln. Diese Praktiken sind in vielen Schweizer Kantonen noch legal.
Lea Blattner, die jetzt bei den Grünen aktiv ist, forderte ein sofortiges Verbot dieser Praktiken. Der Nationalrat hat bereits 2022 entsprechend legisliert. Der Ständerat wartet aber noch auf einen Bericht des Bundesrats – eine Verzögerung, die Blattner für inakzeptabel hält.
Am Vortag, dem 24. Juli 2026, eröffnete die Rapperin Ikkimel den Christopher Street Day in Berlin vor etwa 8 000 Menschen am Brandenburger Tor. Sie erklärte, dass die Queer-Community sie gross gemacht habe.
Die genaue Zahl der Teilnehmenden an der Berner Pride 2026 wurde von den verfügbaren Quellen nicht präzisiert. Die Formulierung «Tausende von Menschen» wird nicht durch eine offizielle Zahl belegt.
Eine Konversionstherapie ist ein Ensemble pseudo-wissenschaftlicher Praktiken, die darauf abzielen, die sexuelle Orientierung oder Geschlechtsidentität einer Person zu verändern – oft mit gewaltsamen oder coercitiven Mitteln. Diese Praktiken beruhen auf der falschen Vorstellung, dass nicht-heterosexuelle Sexualitäten oder marginalisierte Geschlechtsidentitäten Störungen sind, die korrigiert werden müssten.
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Der Nationalrat stimmte 2022 für ein Verbot. Der Ständerat wartet noch auf einen Bericht des Bundesrats, bevor er sich äussert. Diese Therapien sind in vielen Kantonen weiterhin legal.
Die Demonstrantinnen und Demonstranten fordern das Verbot von Konversionstherapien, die rechtliche Anerkennung von nicht-binären Personen und die Beseitigung von Rechtslücken für Regenbogenfamilien.
Anna Rosenwasser, Nationalrätin der Schweizer Sozialdemokratischen Partei (SP) aus Zürich und LGBTQ-Aktivistin, hielt die Eröffnungsrede.