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Herz — Desk International · · Zusammenfassung 30 s · Artikel 4 Min.
Abderrahim Fakir, 42 Jahre alt, starb am 20. Juli 2026 in Bologna, nachdem er von Polizeibeamten mit Pfefferspray besprüht und zu Boden geworfen wurde. Ein Video zeigt Polizisten, die auf ihm saßen, während er um Hilfe schrie. Die Staatsanwaltschaft hat eine Ermittlung eingeleitet und fordert die Übertragung von Aufnahmen der Körperkameras. Am Abend des 21. Juli kam es zu Protesten. Die Regierung Meloni verteidigt die Polizei, während die Opposition das Vorgehen verurteilt. Es wurden Vergleiche zum Tod von George Floyd gezogen.
Abderrahim Fakir, 42 Jahre alt, geboren in Marokko und seit seinem fünften Lebensjahr in Italien lebend, starb am 20. Juli 2026 kurz nach Mittag im Stadtteil Pilastro in Bologna, wie The Guardian berichtet. Die Polizei war von Anwohnern gerufen worden, die ein erratisches und aggressives Verhalten meldeten.
Bei ihrer Ankunft versuchten die Beamten zunächst, ihn zu beruhigen, besprühten ihn dann mit Pfefferspray und warfen ihn zu Boden, um ihn in Handschellen zu legen. Ein in italienischen Medien weit verbreitetes Video zeigt zwei Polizisten, die auf Fakir saßen, während er "aiuto, aiuto, basta" (Hilfe, Hilfe, Stopp) schrie, in Gegenwart von Rettungskräften.
Nachdem Fakir aufhörte sich zu bewegen, fesselten die Beamten seine Knöchel, bevor sie seine Vitalfunktionen überprüften. Sie hatten dem Ambulanzpersonal mitgeteilt, dass Fakir "einen psychiatrischen Anfall" hatte.
Man kann nicht auf diese Weise sterben. Die Polizei soll uns schützen.
— Khadija Fakir, Schwester von Abderrahim Fakir, gegenüber dem Corriere della Sera
Die Staatsanwaltschaft von Bologna hat eine Ermittlung eingeleitet und fordert die Übertragung der Aufnahmen der Körperkameras der beteiligten Beamten an.
Am Abend des 21. Juli 2026 brachen in Bologna Proteste aus. Böller wurden in der Nähe von Polizeibehörden gezündet, und die Ordnungskräfte antworteten mit Tränengas und Wasserwerfern.
Innenminister Matteo Piantedosi verteidigte die Polizei im italienischen Fernsehen. Er war der Ansicht, dass diejenigen, die die Strafverfolgungsbehörden kritisieren, "kein Vertrauen in unser Justizsystem" haben.
Stellvertretender Premierminister Matteo Salvini und Galeazzo Bignami, Fraktionsvorsitzender der Fratelli d'Italia — die 2012 gegründete nationalkonservative Partei von Giorgia Meloni, die die regierende Koalition dominiert — unterstützten ebenfalls die Beamten. Bignami lobte deren "professionelles Verhalten".
Umgekehrt verurteilten Senatorin Ilaria Cucchi, Mitglied der Allianz der Grünen und der Linken (AVS, linke italienische Koalition, gegründet 2022), und Francesco Boccia, Senatsführer der Demokratischen Partei (PD), die Tat und kritisierten die Regierung.
Fakir war nach seinem Fortgang aus Marokko im Alter von fünf Jahren in Bologna aufgewachsen. Er betrieb ein kleines Umzugs- und Reinigungsunternehmen und litt an Herzproblemen und Asthma.
Obwohl er rechtmäßig in Italien ansässig war, hatte er in einem Treffen mit seiner Anwältin Barbara Spinelli 2025 im Zusammenhang mit der Verlängerung seines Aufenthaltstitels Angst vor Ausweisung geäußert.
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Der Vorfall wurde in Italien mit der Ermordung von George Floyd, einem Afroamerikaner, der bei seiner Verhaftung in Minneapolis am 25. Mai 2020 getötet wurde, verglichen. Ein Polizist hielt ihn gefesselt und in Bauchlage mit seinem Knie auf der Nacke über acht Minuten lang. Vergleiche wurden auch mit Methoden der ICE (Immigration and Customs Enforcement) gezogen, der US-amerikanischen Bundesbehörde für Einwanderungs- und Zollangelegenheiten.
Der Tod Fakirs erinnerte auch an den von Stefano Cucchi, der 2009 während eines Gefängnisaufenthalts in Rom starb — ein Musterbeispiel der Debatte über Polizeigewalt in Italien. Senatorin Ilaria Cucchi, die den Tod Fakirs verurteilte, ist die Schwester von Stefano.
Die genaue Todesursache wurde noch nicht offiziell festgestellt: In den bisherigen bekannten Quellen sind keine Obduktionsergebnisse verfügbar. Die strafrechtliche Verantwortung der Beamten wird durch die Ermittlung bestimmt, insbesondere nach der Analyse der Aufnahmen der Körperkameras.
Die genaue Art von Fakirs Verhalten vor dem Einsatz — von Anwohnern als erratisch und aggressiv beschrieben und von Beamten als "psychiatrischer Anfall" charakterisiert — wurde in den verfügbaren Quellen nicht weiter präzisiert.
Anwohner hatten die Polizei gerufen, besorgt über sein als erratisch und aggressiv beschriebenes Verhalten. Die Beamten versuchten zunächst, ihn zu beruhigen, bevor sie Pfefferspray einsetzten und ihn zu Boden warfen, um ihn in Handschellen zu legen.
Es zeigt zwei Polizisten, die auf Fakir saßen, während er "aiuto, aiuto, basta" (Hilfe, Hilfe, Stopp) rief, in Gegenwart von Rettungskräften. Die Beamten fesselten Fakirs Knöchel, nachdem er aufhörte sich zu bewegen.
Ja. Die Staatsanwaltschaft von Bologna leitete eine Ermittlung ein und fordert die Übertragung der Aufnahmen der Körperkameras der beteiligten Beamten an.
Innenminister Piantedosi, Stellvertretender Premierminister Salvini und Galeazzo Bignami (Fratelli d'Italia) verteidigten die Polizisten. Die Opposition, einschließlich Ilaria Cucchi (AVS) und Francesco Boccia (PD), verurteilte das Vorgehen.
Stefano Cucchi starb 2009 während eines Gefängnisaufenthalts in Rom, in einem Fall, der zum Musterbeispiel der Debatte über Polizeigewalt in Italien wurde. Seine Schwester Ilaria Cucchi, heute Senatorin der AVS, engagierte sich politisch als Folge dieses Dramas und verurteilte den Tod Fakirs.