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Herz — Desk International · · Zusammenfassung 30 s · Artikel 2 Min.
Im US-Bundesstaat Massachusetts steht die 36-jährige Lindsay Clancy wegen des Mordes an ihren drei Kindern im Jahr 2023 vor Gericht. Die Verteidigung beruft sich auf eine postpartale Psychose, die ihre strafrechtliche Verantwortlichkeit ausschließe. Die Staatsanwaltschaft erklärt dagegen, Clancy habe die Taten sorgfältig geplant und am 24. Januar 2023 zwischen Recht und Unrecht unterscheiden können. Im Prozess wurden auch ihre psychiatrischen Behandlungen erörtert: Laut Gerichtsunterlagen wurden ihr innerhalb von fünf Monaten 13 verschiedene Psychopharmaka verschrieben und mehr als 30 Rezepte ausgestellt. Nach fünf Prozesswochen begann die Jury am Donnerstag Ortszeit mit ihren Beratungen.
Die 36-jährige US-Amerikanerin Lindsay Clancy steht im Bundesstaat Massachusetts wegen des Mordes an ihren drei kleinen Kindern im gemeinsamen Zuhause im Jahr 2023 vor Gericht, berichtet ABC News.
Nach Angaben dieser einzigen Quelle bestreitet sie nicht, Cora, 5 Jahre, Dawson, 3 Jahre, und den acht Monate alten Callan am 24. Januar 2023 getötet zu haben.
Nach dem Tod der Kinder versuchte Lindsay Clancy, sich das Leben zu nehmen. Seitdem ist sie teilweise gelähmt und auf einen Rollstuhl angewiesen.
Die Verteidigung erklärt, Lindsay Clancy habe an einer postpartalen Psychose gelitten und sei wegen einer psychischen Erkrankung oder Beeinträchtigung strafrechtlich nicht verantwortlich. Der Begriff bezeichnet Störungen, bei denen nach einer Geburt plötzlich psychotische Symptome auftreten können.
Diese seltene psychische Störung betrifft den Angaben zufolge etwa eine von 1.000 Müttern. Sie kann unter anderem Halluzinationen auslösen und eine psychiatrische Behandlung im Krankenhaus erforderlich machen.
Nach Darstellung der Verteidigung führten Clancys Zustand und ihre verzweifelte Suche nach Unterstützung dazu, dass sie in den Monaten nach der Geburt ihres jüngsten Sohnes um Hilfe bat und zunehmend den Halt verlor.
Die Staatsanwaltschaft beschreibt Lindsay Clancy dagegen als im Alltag handlungsfähige Mutter. Sie habe die Morde sorgfältig geplant und am 24. Januar 2023 zwischen Recht und Unrecht unterscheiden können.
Die stellvertretende Staatsanwältin Jennifer Sprague sagte der Jury, Lindsay Clancy habe ihre Kinder getötet, weil sie nicht länger deren Mutter sein wollte.
Mehrere Gesundheitsfachpersonen sowie Patrick Clancy, der inzwischen geschiedene Ehemann der Angeklagten, sagten vor Gericht aus. Er berichtete von verschiedenen Medikamenten mit unterschiedlichen Nebenwirkungen.
Gerichtsunterlagen zufolge wurden Lindsay Clancy innerhalb von fünf Monaten 13 verschiedene Psychopharmaka verschrieben und mehr als 30 Rezepte ausgestellt.
Jennifer Sprague räumte ein, dass Lindsay Clancy unbestritten unter einem psychischen Problem litt. Entscheidend sei im Prozess jedoch ihr psychischer Zustand zum Zeitpunkt der Taten.
Die Illustrationen dieses Artikels wurden von künstlicher Intelligenz erstellt.
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Sprague erklärte zudem, Clancy habe Zugang zu mehr Behandlungen und Betreuung gehabt als viele andere Menschen. Sie habe gesund werden wollen, allerdings zu ihren eigenen Bedingungen.
Nach fünf Prozesswochen und mehr als vier Wochen mit Zeugenaussagen hielten beide Seiten am Donnerstag Ortszeit ihre Schlussplädoyers. Anschliessend nahm die Jury ihre Beratungen auf.
Kevin Reddington, Lindsay Clancys leitender Verteidiger, verwies auf die Schwere ihres Suizidversuchs, um der Darstellung der Staatsanwaltschaft zu widersprechen.
Sie steht im US-Bundesstaat Massachusetts wegen des Mordes an ihren drei kleinen Kindern im gemeinsamen Zuhause im Jahr 2023 vor Gericht.
Die Verteidigung erklärt, eine postpartale Psychose habe eine psychische Erkrankung oder Beeinträchtigung dargestellt, die ihre strafrechtliche Verantwortlichkeit ausschliesse.
Die Staatsanwaltschaft erklärt, Clancy habe die Morde geplant und zum Zeitpunkt der Taten zwischen Recht und Unrecht unterscheiden können.
Nach fünf Prozesswochen begann die Jury am Donnerstag Ortszeit mit ihren Beratungen.