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Ausland
Herz — Desk International · · Zusammenfassung 30 s · Artikel 2 Min.
Ein Erdbeben der Stärke 7,4 hat Kolumbien am Montag um 7.34 Uhr Ortszeit erschüttert. Die Angaben zur Zahl der Todesopfer weichen voneinander ab: Deutsche Welle berichtet unter Berufung auf lokale Medien von mehr als 130 Toten und Hunderten Verletzten, NPR von mindestens 111 Toten. Rund 2.000 Menschen gelten als vermisst. Das Epizentrum lag nahe San José del Palmar im Departamento Chocó. Einwohner, Freiwillige und Hunderte Soldaten suchen nach Überlebenden. Tausende Häuser wurden beschädigt oder zerstört. In den Stunden nach dem Hauptbeben wurden fast 50 Nachbeben registriert.
Ein Erdbeben der Stärke 7,4 hat Kolumbien am Montag um 7.34 Uhr Ortszeit erschüttert, entsprechend 14.34 Uhr MEZ. Das Epizentrum lag nahe San José del Palmar im Departamento Chocó an der kolumbianischen Pazifikküste.
Die Angaben zur Zahl der Todesopfer weichen voneinander ab. Deutsche Welle berichtet unter Berufung auf lokale Medien von mehr als 130 Toten und Hunderten Verletzten. NPR meldet mindestens 111 Todesopfer.
Rund 2.000 Menschen gelten als vermisst. Nach Angaben der kolumbianischen Behörden war es das stärkste Erdbeben des Landes seit zehn Jahren.
Präsident Abelardo de la Espriella, der sein Amt erst wenige Tage zuvor angetreten hatte, erklärte den Katastrophenzustand. Seinen Angaben zufolge wurden Tausende Häuser beschädigt oder zerstört.
Besonders schwer betroffen waren das Departamento Risaralda und dessen Hauptstadt Pereira. Die Behörden melden dort sowie in Manizales zahlreiche Todesopfer.
In Manizales wurde einer der Türme der Kathedrale beschädigt. Auch aus dem Departamento Valle del Cauca mit der Regionalhauptstadt Cali werden zahlreiche Tote gemeldet.
Die Erschütterungen waren in weiten Teilen Kolumbiens zu spüren, darunter in Bogotá. Auch in Ecuador, Panama und Venezuela wurde das Beben wahrgenommen.
Einwohner und zahlreiche Freiwillige durchsuchen die Trümmer nach Überlebenden, teils mit blossen Händen. Die Regierung entsandte Hunderte Soldaten zur Unterstützung der Such- und Rettungsarbeiten.
In den Katastrophengebieten sind die Stromversorgung, Telefonverbindungen und weitere Kommunikationswege teilweise unterbrochen.
In den Stunden nach dem Hauptbeben wurden fast 50 Nachbeben registriert. Wegen Schäden an der Infrastruktur blieben nach Angaben des kolumbianischen Präsidialamts sechs Flughäfen für den kommerziellen Verkehr geschlossen.
Die USA stellen nach Angaben ihres Aussenministeriums eine Soforthilfe von 15,5 Millionen US-Dollar bereit, entsprechend 13,4 Millionen Euro.
Ursula von der Leyen kündigte Unterstützung durch die Europäische Union an. Der EU-Erdbeobachtungsdienst Copernicus sei bereits zur Unterstützung der Rettungsarbeiten mobilisiert worden.
Copernicus sammelt laufend aktuelle Daten über den Zustand der Erde und wird unter anderem zur Beobachtung von Katastrophen eingesetzt. Shakira veröffentlichte zudem eine Solidaritätsbotschaft für ihr Heimatland.
Der Kolumbianische Geologische Dienst, eine staatliche Fachbehörde für natürliche Ressourcen und damit verbundene Risiken, schliesst einen Zusammenhang mit dem Erdbeben vom Juni in Venezuela aus.
Nach Angaben der Behörde wurde das Erdbeben in Kolumbien durch Bewegungen der Nazca-Platte ausgelöst. Beim Beben in Venezuela war dagegen die Karibische Platte beteiligt.
Die Illustrationen dieses Artikels wurden von künstlicher Intelligenz erstellt.
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Offizielle Zahlen, die Deutsche Welle zitiert, beziffern die Zahl der Todesopfer des Erdbebens vom Juni in Venezuela auf mehr als 6.100. Diese Angabe stammt in den verfügbaren Informationen aus einer einzigen Quelle.
Das Erdbeben hatte eine Stärke von 7,4. Sein Epizentrum lag nahe San José del Palmar im Departamento Chocó.
Die Angaben unterscheiden sich: NPR meldet mindestens 111 Tote, während Deutsche Welle unter Berufung auf lokale Medien von mehr als 130 Todesopfern berichtet.
Rund 2.000 Menschen gelten nach dem Erdbeben als vermisst.
Die USA kündigten 15,5 Millionen US-Dollar Soforthilfe an. Die Europäische Union mobilisierte zudem den Erdbeobachtungsdienst Copernicus.