
…
…
Ausland
Herz — Desk International · · Zusammenfassung 30 s · Artikel 2 Min.
Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat ein Urteil gefällt, das die FIFA-Regelung für Fußballagenten validiert, welche die Provisionen von Spieleragenten auf 10 % des Transferwerts begrenzt. Der Gerichtshof bestätigt, dass die Kernbestimmungen der Regelung – Lizenzpflicht für Agenten, Provisionsobergrenze, Verbot der Mehrfachvertretung und angemessene Zahlungsregelungen – im Einklang mit dem EU-Recht stehen. Das Urteil beendet einen Rechtsstreit, der 2023 von spanischen Agenturverbänden eingeleitet wurde. Es überlagert einen vorherigen, nicht bindenden Bericht der Europäischen Kommission, die die Regelung bereits als rechtmäßig eingestuft hatte.
Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat ein Urteil gefällt, das die FIFA-Regelung für Fußballagenten (FIFA-Agenten-Regelwerk) validiert, welche die Provisionen von Spieleragenten auf 10 % des Transferwerts begrenzt.
Der EuGH bestätigte, dass die Kernbestimmungen des FIFA-Regelwerks gerechtfertigt sind: Lizenzpflicht für Agenten, Provisionsobergrenze, Verbot der Mehrfachvertretung, Grundsatz der Zahlung durch den Auftraggeber und anteilmäßige Zahlungen.
Emilio García Silvero, Leiter der Abteilung Juristische Dienste und Compliance der FIFA, begrüßte das Urteil. Die Entscheidung, so García Silvero, erkenne « die Autorität und Legitimität der FIFA an, die Aktivität von Agenten im Transfersystem zu regeln ».
Am 6. November 2023 gewährte ein Handelsgericht in Madrid einstweilige Maßnahmen an eine Gruppe von 18 spanischen Spieleragenturen, die das FIFA-Agenten-Regelwerk anfechteten, das etwa einen Monat zuvor in Kraft getreten war.
Das Gericht in Madrid charakterisierte das Regelwerk als « Preisfestsetzungs-Kartell mit Höchstpreisgrenze ». Es kam zu dem Ergebnis, dass die Regelung den Wettbewerb ohne angemessene Begründung beschränkt, gegen Artikel 101 des Vertrags über die Arbeitsweise der Europäischen Union (AEUV) – den zentralen Text des europäischen Kartellrechts – sowie gegen spanisches Wettbewerbsrecht verstößt.
Einstweilige Maßnahmen gegen das FIFA-Regelwerk waren in Spanien und Deutschland gewährt worden, wurden aber in Großbritannien, den Niederlanden und Frankreich abgelehnt.
Die Europäische Kommission hatte zuvor einen Bericht veröffentlicht, der die Rechtmäßigkeit des FIFA-Agenten-Regelwerks bestätigte. Dieser Bericht hatte keine verbindliche Rechtskraft: Nur das Urteil des EuGH gilt nunmehr für die Mitgliedstaaten und nationalen Gerichte als bindend.
Noch keine Kommentare. Seien Sie die/der Erste.
Das Gericht erkennt die Autorität und Legitimität der FIFA an, die Aktivität von Agenten im Transfersystem zu regeln.
— Emilio García Silvero, Leiter der Abteilung Juristische Dienste und Compliance der FIFA
Das genaue Datum der Urteilsverkündung durch den EuGH ist in der verfügbaren Quelle nicht präzisiert. Die praktischen Auswirkungen auf noch laufende einstweilige Verfahren in Spanien und Deutschland sind ebenfalls nicht näher erläutert.
Das FIFA-Agenten-Regelwerk ist die internationale Regelung, die die Provisionen von Spieleragenten auf 10 % des Transferwerts begrenzt. Es schreibt eine obligatorische Lizenzpflicht vor und verbietet die gleichzeitige Vertretung mehrerer Parteien in einem Transfergeschäft.
Im November 2023 erhielten 18 spanische Agenturen einstweilige Maßnahmen in Madrid, da sie der Auffassung waren, das FIFA-Regelwerk stelle ein Preisfestsetzungs-Kartell dar und verstoße gegen europäisches und spanisches Wettbewerbsrecht.
Das Urteil ist rechtlich bindend für alle EU-Mitgliedstaaten und ihre Gerichte, was ein Bericht der Europäischen Kommission – der die Regelung ebenfalls für rechtmäßig befunden hatte – nicht sein konnte.