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Herz — Desk International · · Zusammenfassung 30 s · Artikel 3 Min.
Am 7. August 2026 hat Melvin Theuma, ein unter Zeugenschutz stehender Taxifahrer, der eine Begnadigung erhalten hat, seine Aussage als Kronzeuge der Anklage im Prozess gegen Yorgen Fenech auf Malta begonnen. Der 44-jährige Fenech, Erbe eines Immobilienimperiums mit mehreren Hilton-Hotels, wird wegen Beihilfe zum Mord an der Investigativjournalistin Daphne Caruana Galizia angeklagt, die im Oktober 2017 bei einem Bombenanschlag auf ihr Auto ums Leben kam. Nach Theumas Aussage soll Fenech einen Auftrag für 150.000 Euro zur Beseitigung der Journalistin erteilt haben. Die drei Ausführenden – die Brüder Degiorgio und Vincent Muscat – wurden bereits verurteilt.
Am 7. August 2026 hat Melvin Theuma, ein unter Zeugenschutz stehender Taxifahrer, der eine Begnadigung erhalten hat, seine Aussage als Kronzeuge der Anklage im Prozess gegen Yorgen Fenech auf Malta begonnen, wie die Zeitung The Guardian berichtet.
Der 44-jährige Fenech, Erbe eines maltesischen Immobilienimperiums mit mehreren Hilton-Hotels, wird wegen Beihilfe zum Mord an der Investigativjournalistin Daphne Caruana Galizia angeklagt. Sie wurde im Oktober 2017 bei einem Bombenanschlag auf ihr Auto getötet.
Vor ihrem Tod hatte Caruana Galizia Skandale über hochrangige maltesische Politiker aufgedeckt, was zu vorgezogenen Neuwahlen führte.
Theuma gibt an, als Vermittler zwischen Fenech und den drei Ausführenden tätig gewesen zu sein: die Brüder George und Alfred Degiorgio sowie ihr Geschäftspartner Vincent Muscat, alle drei bereits verurteilt. Der Auftrag soll sich auf 150.000 Euro belaufen haben.
Nach Theumas Aussage soll Fenech im April 2017 die erste Anfrage gestellt haben: Caruana Galizia sollte eliminiert werden, um seinen Onkel Raymond Fenech, den Leiter des Familienunternehmens, zu schützen. Später soll Fenech die Begründung geändert haben und sich auf seinen eigenen Schutz berufen haben.
Während der Vorbereitung soll Fenech Theuma von seinem Boot aus eine SMS geschickt haben, in der er mitteilte, dass er 'den Champagner vorbereitet', um das Attentat zu feiern.
Fenech soll Theuma zudem aufgefordert haben, den Mord vorübergehend auszusetzen, als Premierminister Joseph Muscat vorgezogene Neuwahlen ankündigte. Stattdessen habe er Theuma vorgeschlagen, 150.000 Euro auf Muscats Wahlsieg zu setzen.
Muscat gewann die Wahl im Juni 2017 mit überwältigender Mehrheit. Die Wette brachte 300.000 Euro ein, abzüglich einer Provision. Am selben Abend soll der offenbar betrunkene Fenech Theuma angerufen haben, um die Eliminierung der Journalistin anzuordnen.
Fenech soll Theuma daraufhin einen Umschlag mit 150.000 Euro übergeben haben, um die Operation zu finanzieren. Die Killer erhielten einen Vorschuss von 30.000 Euro und begannen, Caruana Galizia von einem Lagerhaus namens 'potato shed' in den Docks von Marsa aus zu überwachen.
Die Illustrationen dieses Artikels wurden von künstlicher Intelligenz erstellt.
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Vor seiner Aussage musste Theuma medizinisch für vernehmungsfähig befunden werden. Aufgrund früherer Einschüchterungsvorwürfe durfte er sitzend aussagen, mit dem Rücken zu Fenech und seinen Anwälten gewandt.
Im Jahr 2020 hatte Theuma einen Selbstmordversuch unternommen, indem er Säure trank und sich die Kehle durchschnitt.
Bevor er zu aussagen begann, entschuldigte sich Theuma bei der Familie der Opfer.
Mein Kreuz war zu schwer zu tragen; ich kann mir nicht vorstellen, was es für sie ist.
— Melvin Theuma, Kronzeuge unter Schutz, an die Familie von Daphne Caruana Galizia gerichtet
Eine maltesische Investigativjournalistin, die Skandale über hochrangige Politiker aufdeckte. Sie wurde im Oktober 2017 durch einen Bombenanschlag auf ihr Auto getötet.
Theuma ist ein maltesischer Taxifahrer, der eine Begnadigung der Behörden für seine Aussage gegen Yorgen Fenech erhielt. Er gibt an, als Vermittler bei der Organisation des Mordes tätig gewesen zu sein.
Die Brüder George und Alfred Degiorgio und ihr Geschäftspartner Vincent Muscat führten das Attentat aus. Alle drei wurden vor Eröffnung des Fenech-Prozesses verurteilt.
Theuma zufolge soll Fenech den Mord in Auftrag gegeben und die Operation mit 150.000 Euro finanziert haben. Er wird wegen Beihilfe zum Mord verhandelt, nicht als direkter Ausführender.