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Ausland
Herz — Desk International · · Zusammenfassung 30 s · Artikel 3 Min.
Nach dem Anschlag auf den Berliner Christopher Street Day Ende Juli 2026 fordert Bundesinnenminister Alexander Dobrindt, als Gefährder eingestufte Personen grundsätzlich mit einer elektronischen Fußfessel zu überwachen. Auch die Präventivhaft will er ausweiten. Welche Gesetzesänderungen dafür geplant sind, ist bislang nicht bekannt. Laut Frankfurter Allgemeiner Zeitung trug Abdul Ballout keine Fußfessel, als er sich zum Anschlagsort aufmachte. Die Voraussetzungen für eine solche Überwachung unterscheiden sich zwischen den Bundesländern. Am 31. Juli 2026 trugen deutschlandweit 150 Personen eine elektronische Fußfessel.
Nach dem Anschlag Ende Juli 2026 fordert Bundesinnenminister Alexander Dobrindt, Personen, die von den Sicherheitsbehörden als Gefährder eingestuft werden, grundsätzlich mit einer elektronischen Fußfessel zu überwachen.
Dobrindt will außerdem die Präventivhaft ausweiten. Welche konkreten Gesetzesänderungen er dafür plant, ist bislang nicht bekannt.
Der Anschlag richtete sich gegen den Berliner Christopher Street Day, kurz CSD. Die jährlich stattfindende Pride-Demonstration mit Festival setzt sich für LGBTQ+-Personen und ihre Verbündeten ein.
Nach Angaben der Frankfurter Allgemeinen Zeitung endete die Überwachung von Abdul Ballout an seiner Wohnung, als er sich zum Anschlagsort aufmachte. Er war als Gefährder eingestuft und bereits verurteilt worden, trug jedoch keine elektronische Fußfessel.
In Deutschland kann ein Gericht einem Gefährder bereits eine elektronische Fußfessel auferlegen. Die Polizeigesetze der Bundesländer regeln diesen Eingriff in die Grundrechte.
Alle Bundesländer sehen dieses Instrument vor. Die meisten verlangen jedoch sowohl eine unmittelbar bevorstehende terroristische Straftat als auch eine frühere Verurteilung. Die Einstufung als Gefährder allein reicht daher in der Regel nicht aus.
Trotz mehrerer Reformen unterscheiden sich die Polizeigesetze teils erheblich. Der Bund kritisiert diese Unterschiede seit Langem. Nach dem Anschlag auf den CSD äußerte auch der SPD-Innenpolitiker Sebastian Fiedler Kritik.
Berlins Polizeipräsidentin Barbara Slowik Meisel verteidigte vor dem Innenausschuss des Bundestags die Entscheidung, Abdul Ballout keine elektronische Fußfessel anzulegen. Ein unmittelbar bevorstehender Anschlag sei nicht vorhersehbar gewesen. Der Bundestag ist das Parlament, das das deutsche Volk auf Bundesebene vertritt.
Kurz nach dem Anschlag ordnete dasselbe Berliner Gericht auf Antrag der Polizei für vier als islamistische Gefährder eingestufte Personen elektronische Fußfesseln an. Die drei Männer und eine Frau müssen die Geräte 30 Tage tragen. Wie nah sie einem möglichen Tatentschluss waren, ist nicht bekannt.
Berlins Innensenatorin Iris Spranger unterstützt eine strengere Überwachung von Gefährdern. Nach ihrer Einschätzung bietet das überarbeitete Berliner Sicherheits- und Ordnungsgesetz bereits die nötigen Möglichkeiten.
Polizei und Gericht legen fest, welche Orte oder Gebiete die überwachte Person nicht betreten darf. Mithilfe der Fußfessel lassen sich ihre Bewegungen kontrollieren.
Das Gerät kann auch unverdächtige Bewegungen aufzeichnen, ohne einen Alarm auszulösen.
In Hessen wird die Fußfessel unter anderem eingesetzt, um Drogendealer daran zu hindern, sich wiederholt im Frankfurter Bahnhofsviertel aufzuhalten. Das Bundesland hat seine Regeln kürzlich verschärft und kann das Gerät nun für höchstens vier Monate anordnen.
Die Illustrationen dieses Artikels wurden von künstlicher Intelligenz erstellt.
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Der Bund hat die Vorschriften zum Einsatz elektronischer Fußfesseln bei häuslicher Gewalt kürzlich verschärft. Nähert sich der Täter dem Opfer, werden dieses und die Polizei gewarnt. Nach Angaben der hessischen Behörden kann die Maßnahme bereits vor einer Verurteilung angeordnet werden.
Am 31. Juli 2026 trugen deutschlandweit 150 Personen eine elektronische Fußfessel. Überwacht wurden sie von einer zentralen Stelle in Hessen.
Er will als Gefährder eingestufte Personen grundsätzlich mit einer elektronischen Fußfessel überwachen lassen und die Präventivhaft ausweiten.
Ja. Ein Gericht kann sie nach Maßgabe der Polizeigesetze und der darin festgelegten Voraussetzungen anordnen.
Deutschlandweit waren es 150 Personen. Sie wurden von einer zentralen Stelle in Hessen überwacht.
Berlins Polizeipräsidentin erklärte, ein unmittelbar bevorstehender Anschlag durch ihn sei nicht vorhersehbar gewesen.