Freier Journalist
Ein freier Journalist arbeitet selbstständig und wird pro Beitrag bezahlt. Wie das funktioniert, was es Redaktionen bringt und wo seine Fragilität liegt.
Ein freier Journalist ist selbstständig, gehört keiner Redaktion als Angestellter an und wird pro geliefertem Beitrag bezahlt: Artikel, Foto, Reportage. In der Schweiz und in Deutschland spricht man von «freien Mitarbeitenden» oder schlicht von Freien; im Französischen heisst diese Bezahlung pro Beitrag «la pige».
Redaktionen greifen darauf zurück für das, was sie intern nicht abdecken können: eine entfernte Region, ein Spezialwissen, eine Nachrichtenspitze. Ein grosser Teil des Recherchejournalismus, der Auslandsreportage und der Pressefotografie beruht auf Freien.
Die Kehrseite ist strukturell: Der Freie streckt Zeit, Spesen und Risiko vor, bevor er weiss, ob das Thema genommen wird. Das erklärt auch, warum manche langen Recherchen nur zustande kommen, wenn ein Medium sich vorab verpflichtet. Der Status sagt im Übrigen nichts über die Qualität der Arbeit aus – nur darüber, wie sie bezahlt wird.
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