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Ausland
Herz — Desk International · · Zusammenfassung 30 s · Artikel 2 Min.
Der menschengemachte Klimawandel hat die Hitze und Trockenheit, die die aktuellen Brände in Spanien und Frankreich begünstigen, deutlich wahrscheinlicher gemacht. Laut einer Analyse der World Weather Attribution treten solche Bedingungen in Spanien mit 20-mal höherer Wahrscheinlichkeit auf; in Frankreich hat sich die Wahrscheinlichkeit verdoppelt. Spanien erlebt derzeit seinen heissesten Sommer seit Beginn der Aufzeichnungen. In Südeuropa stieg die Zahl der Tage mit extremem wetterbedingtem Brandrisiko von etwa 10 auf fast 25 pro Jahr. Ihre Intensität liegt heute rund 50 Prozent über dem Niveau von 1981 bis 2010.
Eine von Die Zeit aufgegriffene Analyse der World Weather Attribution führt die Hitze und Trockenheit rund um die aktuellen Brände in Spanien und Frankreich zu einem erheblichen Teil auf den menschengemachten Klimawandel zurück.
Die World Weather Attribution (WWA) ist ein internationales Forschungsnetzwerk. Es untersucht mithilfe von Wetterbeobachtungen und Computermodellen, wie der Klimawandel die Intensität und Wahrscheinlichkeit einzelner Extremwetterereignisse beeinflusst.
Nach der Analyse hat der menschengemachte Klimawandel die Wahrscheinlichkeit jener heissen und trockenen Bedingungen, die die aktuellen Brände in Spanien beschleunigen, um den Faktor 20 erhöht.
In Frankreich hat sich die Wahrscheinlichkeit der mit den aktuellen Bränden verbundenen Extrembedingungen verdoppelt.
Spanien erlebt derzeit seinen heissesten Sommer seit Beginn der Aufzeichnungen.
Ein ungewöhnlich feuchter Jahresbeginn liess zunächst viel Vegetation wachsen. Die anschliessende Trockenheit dörrte sie aus und stellte den Flammen grosse Mengen zusätzlichen Brennstoffs bereit.
Friederike Otto, Koordinatorin der WWA am Imperial College London, bezeichnet die Entwicklung der brandfördernden Bedingungen in Spanien als eine der stärksten Veränderungen, die sie je beobachtet habe.
Der Feuerforscher Jacob Bendix von der Syracuse University in New York erklärt, dass Brände bei extremer Hitze und Trockenheit leichter entstehen und sich heftiger ausbreiten.
Solche Bedingungen sind durch den menschengemachten Klimawandel häufiger geworden. Der allgemeine Verlauf der aktuellen Ereignisse war deshalb vorhersehbar, nicht jedoch jedes einzelne Detail.
Die Illustrationen dieses Artikels wurden von künstlicher Intelligenz erstellt.
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Eine frühere, in Scientific Reports veröffentlichte WWA-Studie beziffert die Zahl der Tage mit extremem wetterbedingtem Brandrisiko in Südeuropa inzwischen auf fast 25 pro Jahr.
In früheren Jahrzehnten waren es etwa 10 Tage jährlich. Zugleich liegt die Intensität dieser Risikotage heute rund 50 Prozent über dem Niveau des Referenzzeitraums 1981 bis 2010.
Von den 1980er- bis zu den 2010er-Jahren verringerten bessere Löschtechniken und ein verbessertes Brandmanagement in Südeuropa sowohl die Zahl der Feuer als auch die verbrannten Flächen deutlich.
Danach verschlechterte sich die Lage rasch. Der Klimawandel machte diese Fortschritte wieder zunichte.
Bei extremen Wetterbedingungen können die verfügbaren Löschmittel trotz des technischen Fortschritts gegen solche Brände wirkungslos werden.
Die Analyse erlaubt Rückschlüsse auf den allgemeinen Verlauf, den Hitze und Trockenheit begünstigen. Sämtliche Einzelheiten eines Brandgeschehens lassen sich daraus jedoch nicht im Voraus bestimmen.