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Ausland
Herz — Desk International · · Zusammenfassung 30 s · Artikel 3 Min.
Uniper hat mit dem kanadischen LNG-Projekt Ksi Lisims einen langfristigen Liefervertrag geschlossen. Ab 2032 sollen jährlich 2 Millionen Tonnen Flüssigerdgas nach Europa geliefert werden; die Laufzeit kann bis zu 20 Jahre betragen. Nach Angaben von Uniper soll Wasserkraft für die Verflüssigung genutzt werden. Dadurch werde die CO2-Intensität gegenüber konventionellen LNG-Anlagen um 90 Prozent reduziert. Der 2022 vom deutschen Staat gerettete Energiekonzern sieht in der Vereinbarung einen Beitrag zur Diversifizierung und Widerstandsfähigkeit der europäischen Energieversorgung. Finanzielle Einzelheiten des Vertrags wurden in den vorliegenden Informationen nicht genannt.
Uniper hat einen langfristigen Vertrag über Flüssigerdgas aus dem kanadischen Projekt Ksi Lisims geschlossen. Handelsblatt und Wirtschaftswoche bezeichnen Uniper als Deutschlands größten Gashändler.
Flüssigerdgas, kurz LNG, ist Erdgas, das zur Beförderung über große Entfernungen – insbesondere per Schiff – in einen flüssigen Zustand versetzt wird. Der Vertrag sieht jährlich 2 Millionen Tonnen LNG über einen Zeitraum von bis zu 20 Jahren vor.
Die ersten Lieferungen werden ab 2032 erwartet. Unterzeichnet wurde die Vereinbarung in der kanadischen Botschaft in Berlin. Anwesend war auch Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche von der CDU.
Uniper bezeichnet die Vereinbarung als weiteren Schritt beim Aufbau eines widerstandsfähigen, diversifizierten und langfristig gesicherten LNG-Portfolios. Die kanadische Bezugsquelle soll nach Darstellung des Konzerns die europäische Energieversorgung diversifizieren und widerstandsfähiger machen.
Nach Angaben von Uniper soll Ksi Lisims für die Verflüssigung Wasserkraft einsetzen. Das Projekt will dabei kanadisches Erdgas mit erneuerbar erzeugtem Strom kombinieren.
Uniper zufolge soll das LNG dadurch eine um 90 Prozent niedrigere CO2-Intensität aufweisen als LNG aus konventionellen Anlagen.
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Ende Mai 2026 hatte bereits der staatliche deutsche Gasimporteur Sefe eine Absichtserklärung mit Ksi Lisims unterzeichnet. Sie zielt ab Beginn der 2030er-Jahre auf jährlich 1 Million Tonnen LNG.
Auch diese Absichtserklärung erstreckt sich auf einen Zeitraum von bis zu 20 Jahren. Sie ist jedoch nicht mit dem verbindlichen Vertrag über jährlich 2 Millionen Tonnen zu verwechseln, den Uniper geschlossen hat.
Uniper stand 2022 kurz vor dem Zusammenbruch, nachdem infolge des russischen Angriffs auf die Ukraine die russischen Pipelinegaslieferungen ausgefallen waren. Die Kosten für Ersatzbeschaffungen stiegen stark an.
Der deutsche Staat rettete den Konzern daraufhin mit Hilfen in Milliardenhöhe und wurde nahezu dessen alleiniger Eigentümer.
Die Europäische Union genehmigte die Hilfen unter mehreren Auflagen. Deutschland muss seinen Anteil an Uniper bis spätestens Ende 2028 auf höchstens 25 Prozent plus eine Aktie reduzieren.
Die vorliegenden Angaben nennen das jährliche Volumen, die maximale Laufzeit und den vorgesehenen Lieferbeginn. Finanzielle Konditionen des Vertrags gehen daraus nicht hervor.
Die um 90 Prozent niedrigere CO2-Intensität ist eine von Uniper kommunizierte Zielgröße. Eine unabhängige Messung, die diese Schätzung bestätigt, ist in den vorliegenden Informationen nicht enthalten.
Der Vertrag sieht die jährliche Lieferung von 2 Millionen Tonnen Flüssigerdgas vor.
Die ersten Lieferungen werden ab 2032 erwartet.
Die Laufzeit kann bis zu 20 Jahre betragen.
Nach Angaben des Konzerns soll sie die CO2-Intensität der Verflüssigung gegenüber konventionellen LNG-Anlagen um 90 Prozent senken.
Deutschland muss seine Beteiligung bis spätestens Ende 2028 auf höchstens 25 Prozent plus eine Aktie reduzieren.