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Herz — Desk International · · Zusammenfassung 30 s · Artikel 3 Min.
Friedrich Merz (CDU) und Markus Söder (CSU) nominierten am 22. Juli 2026 Thorsten Frei (CDU) zum Vorsitzenden der Unionsfraktion – der gemeinsamen Parlamentariergruppe von CDU und CSU im Deutschen Bundestag. Der 52-jährige Frei ist derzeit Bundesminister für die Bundeskanzlei und enger Vertrauter von Merz. Seine offizielle Wahl ist für den 29. Juli bei einer außerordentlichen Fraktionssitzung geplant. Er folgt auf Jens Spahn, der am 18. Juli nach Bekanntwerden seiner Inanspruchnahme einer Leihmutterschaft in den USA zurückgetreten ist – eine in Deutschland verbotene Praxis.
Am 22. Juli 2026 präsentierten Friedrich Merz und Markus Söder Thorsten Frei (CDU) als ihren gemeinsamen Kandidaten für den Vorsitz der Unionsfraktion – der gemeinsamen Parlamentariergruppe von CDU und CSU im Bundestag –, wie die Süddeutsche Zeitung und Die Zeit berichten. Der Vorschlag wurde in einer um 15 Uhr stattfindenden digitalen Sitzung des Fraktionsvorstands vorgestellt.
Das Treffen war von Alexander Hoffmann, dem CSU-Landesgruppenchef der Unionsfraktion, und Steffen Bilger (CDU), dem Koordinator der legislativen Arbeiten der Fraktionsgruppe, einberufen worden.
Thorsten Frei, 52 Jahre alt, ist derzeit Bundesminister für die Bundeskanzlei – ein Ministerium, das den Bundeskanzler in seinen Funktionen unterstützt – und ein enger Vertrauter von Friedrich Merz. Er sitzt seit 2013 im Bundestag und war zuvor Oberbürgermeister von Donaueschingen.
Frei hatte bereits vor der Bundestagswahl 2025 die legislativen Arbeiten der Unionsfraktion koordiniert. Sein Name war damals als möglicher Kandidat für den Fraktionsvorsitz genannt worden, bevor Merz ihn zur Bundeskanzlei holte.
Alexander Dobrindt, Bundesinnenminister (CSU), war als Kandidat für den Posten in Betracht gezogen worden, wurde aber nicht nominiert.
Jens Spahn trat am 18. Juli 2026 von seinem Amt als Fraktionsvorsitzender der Unionsfraktion unter Druck zurück, nachdem publik wurde, dass er und sein Ehemann Daniel Funke eine Leihmutterschaft in den USA in Anspruch genommen hatten, um eine Familie zu gründen. Bei der Leihmutterschaft wird die Schwangerschaft an eine externe Frau – die sogenannte Leihmutter – übertragen, die das Kind nach der Geburt an die Wunscheltern übergibt.
Die Praxis ist in Deutschland verboten. Spahn hatte sich selbst in der Vergangenheit gegen eine Legalisierung ausgesprochen, was zu einem politischen Widerspruch führte, der seine Position an der Spitze der Fraktion unhaltbar machte.
Alexander Hoffmann, der CSU-Landesgruppenchef, führt die Unionsfraktion kommissarisch, bis die offizielle Wahl stattfindet.
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Die Unionsfraktion hat insgesamt 208 Abgeordnete, von denen nur 44 der CSU-Landesgruppe angehören – dem Untergruppe, die nur aus bayrischen CSU-Abgeordneten besteht. Seit der Gründung der gemeinsamen CDU/CSU-Fraktion hat noch nie ein Mitglied der CSU den Fraktionsvorsitz übernommen.
Der Name von Thorsten Freis Nachfolger als Bundesminister für die Bundeskanzlei wurde noch nicht bekanntgegeben. Er könnte am 29. Juli 2026 offenbart werden, dem Tag der offiziellen Wahl Freis zum Vorsitzenden der Unionsfraktion.
Die Unionsfraktion ist die gemeinsame Parlamentariergruppe im Bundestag, die sich aus Abgeordneten der CDU (in allen Bundesländern außer Bayern vertreten) und der CSU (nur in Bayern vertreten) zusammensetzt. Die beiden Schwesterparteien mit christdemokratischer und konservativer Ausrichtung verfügen in der aktuellen Legislaturperiode zusammen über 208 Sitze.
Jens Spahn trat am 18. Juli 2026 nach Bekanntwerden zurück, dass er und sein Ehemann Daniel Funke eine Leihmutterschaft in den USA in Anspruch genommen hatten. Die Leihmutterschaft ist in Deutschland verboten, und Spahn hatte sich selbst gegen ihre Legalisierung ausgesprochen, was zu einem großen politischen Widerspruch führte.
Thorsten Frei ist ein 52-jähriger CDU-Politiker, seit 2013 Mitglied des Bundestags und derzeitiger Bundesminister für die Bundeskanzlei. Der ehemalige Oberbürgermeister von Donaueschingen ist ein enger Vertrauter von Friedrich Merz.
Seine Wahl ist für den 29. Juli 2026 bei einer außerordentlichen Fraktionssitzung (Sonderfraktionssitzung) der Unionsfraktion geplant. Bis dahin führt Alexander Hoffmann, der CSU-Landesgruppenchef, die Fraktion kommissarisch.
Alexander Dobrindt (CSU), Bundesinnenminister, war zeitweise in Betracht gezogen, wurde aber nicht nominiert. Die CSU hat seit der Gründung der gemeinsamen Fraktion nie den Vorsitz übernommen, was ihre geringe Repräsentation widerspiegelt: 44 Sitze von 208.