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Herz — Desk International · · Zusammenfassung 30 s · Artikel 3 Min.
Jens Spahn ist von der Vorsitzposition der CDU/CSU-Bundestagsfraktion zurückgetreten, die 208 Abgeordnete der beiden konservativen deutschen Parteien vereint. Eine außerordentliche Sitzung ist für den 29. Juli 2026 um 14:00 Uhr angesetzt, um seinen Nachfolger oder seine Nachfolgerin zu wählen. Dies geschieht auf gemeinsamen Vorschlag von Friedrich Merz und Markus Söder. Thorsten Frei, Chef des Bundeskanzleramts, gilt als großer Favorit. Eine mögliche Regierungsumbildung könnte erst im September 2026 finalisiert werden, so Handelsblatt.
Jens Spahn ist von seinem Posten als Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion zurückgetreten. Die gemeinsame Fraktion vereint 208 Abgeordnete der Christlich Demokratischen Union Deutschlands (CDU, in allen Bundesländern außer Bayern vertreten) und der Christlich-Sozialen Union (CSU, nur in Bayern vertreten).
Friedrich Merz (CDU) und Markus Söder (CSU) haben am 20. Juli 2026 gemeinsam die Einberufung einer außerordentlichen Fraktionssitzung für den 29. Juli 2026 um 14:00 Uhr angekündigt, um einen neuen Vorsitzenden oder eine neue Vorsitzende zu wählen.
Bei einer Pressekonferenz im Bundeskanzleramt in Berlin am 21. Juli 2026 versprach Merz zunächst, einen Kandidatenvorschlag "zeitnah" zu unterbreiten, widerspricht sich dann jedoch.
Wir werden uns da auch noch ein bisschen Zeit nehmen.
— Friedrich Merz, Bundeskanzler, Bundeskanzleramt, 21. Juli 2026
Merz gab an, Spahns politische und berufliche Absichten seit dessen Demission nicht zu kennen. Er bot ihm ein Gespräch an, falls er es wünsche, weigerte sich aber, ihm Ratschläge zu geben.
Steffen Bilger, Parlamentarischer Geschäftsführer der CDU/CSU-Fraktion, äußerte die Hoffnung, dass Spahn in der Politik bleibt und weiterhin der Fraktion angehört.
Thorsten Frei, Chef des Bundeskanzleramts, wird als großer Favorit für die Übernahme des Vorsitzes der CDU/CSU-Fraktion dargestellt.
Drei weitere CDU-Namen werden ebenfalls genannt: Nina Warken, Bundesministerin für Gesundheit, Carsten Linnemann, Generalsekretär der CDU, und Günter Krings, stellvertretender Fraktionsvorsitzender.
Alexander Dobrindt, Bundesminister des Inneren und CSU-Mitglied, gilt als quasi ausgeschlossen. Nach Tradition hat die CSU nie den Vorsitz der gemeinsamen CDU/CSU-Fraktion inne.
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Drei Varianten einer Regierungsumbildung werden diskutiert – kleine, mittlere oder große. Die mittlere Variante wird Handelsblatt zufolge für wahrscheinlicher gehalten, ihre genauen Konturen sind aber unklar.
Die Arbeitstagung der bayerischen CSU-Landesgruppe innerhalb der CDU/CSU-Fraktion findet am 27. und 28. Juli 2026 im Kloster Banz in Oberfranken statt, was eine Ankündigung des gewählten Kandidaten an diesen beiden Tagen unwahrscheinlich macht.
Bei einer Regierungsumbildung könnten die Vereidigungen neuer Minister in die zweite Septemberwoche 2026 – erste Woche der regulären Bundestags-Sitzungsperiode – verschoben werden, um eine teure Sommersondersitzung des Bundestags zu vermeiden.
Außerdem hat Markus Söder Ilse Aigner, Präsidentin des Bayerischen Landtags, als Nachfolgerin von Frank-Walter Steinmeier für das Amt des Bundespräsidenten vorgeschlagen. Eine offizielle Ankündigung wird nach den Regionalwahlen im September erwartet, die Abstimmung selbst ist für Januar geplant.
Nach ungeschriebener Tradition geht der Vorsitz der gemeinsamen CDU/CSU-Bundestagsfraktion immer an ein CDU-Mitglied. Die CSU, die nur in Bayern vertreten ist, hat diesen Posten in ihrer Geschichte nie inne gehabt.
Thorsten Frei ist derzeit Chef des Bundeskanzleramts. Handelsblatt stellt ihn als großen Favoriten für die Übernahme des CDU/CSU-Fraktionsvorsitzes dar, ohne weitere Gründe anzugeben.
Die CDU/CSU-Fraktion tritt zu einer außerordentlichen Sitzung um 14:00 Uhr zusammen, um über die Nachfolgerin oder den Nachfolger von Jens Spahn im Fraktionsvorsitz abzustimmen.
Das ist unklar. Kanzler Merz gab an, seine Absichten nicht zu kennen. Steffen Bilger, Parlamentarischer Geschäftsführer der Fraktion, äußerte die Hoffnung, dass Spahn in der Politik bleibt und der Fraktion angehört.
Handelsblatt zufolge werden drei Szenarien diskutiert (klein, mittel, groß), wobei die mittlere Variante derzeit für wahrscheinlicher gehalten wird. Die Details sind unklar. Neuernennungen sind frühestens in der zweiten Septemberwoche 2026 zu erwarten.
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