…
…
Ausland
Herz — Desk International · · Zusammenfassung 30 s · Artikel 2 Min.
Die Korruptionsbekämpfungsbehörde des Queensland bestreitet die Polizeiinterpretation einer kürzlichen Gerichtsentscheidung. Diese würde es unmöglich machen, einen Polizisten disziplinarisch zu sanktionieren, wenn keine Verurteilung in seinem Strafregister eingetragen ist. Der Streit betrifft 19 Fälle und umfasst auch Angelegenheiten häuslicher und familiärer Gewalt. Die Polizei des Queensland hat die Fragen der ABC nicht beantwortet. Minister Dan Purdie lehnt vorläufig eine Überprüfung von Gesetzesänderungen ab, da die Verfahren noch ausstehen.
Die Behörde des Queensland für Bekämpfung von Kriminalität und Korruption bestreitet nach Angaben der ABC die Polizeiinterpretation einer kürzlichen Gerichtsentscheidung.
Nach dieser Auslegung kann ein Polizist, der einer Straftat schuldig befunden wurde, nicht disziplinarisch geahndet werden, wenn keine Verurteilung in seiner Akte vermerkt ist.
Bruce Barbour, Präsident dieser Behörde, äußerte seine Bedenken vor einer parlamentarischen Kommission des Queensland.
Er sieht darin ein großes Risiko: Wenn kriminelles Verhalten bei einer Disziplinarmaßnahme ignoriert wird, bleibt die Akte unvollständig. Nach seiner Ansicht gefährdet dies sowohl die Polizei als auch die Bevölkerung.
Die Behörde bestreitet 19 Fälle, in denen Polizisten ohne Konsequenzen davonkamen.
Sie vertritt die Ansicht, dass das Verhalten dieser Beamten weiterhin Gegenstand einer Überprüfung und disziplinarischer Maßnahmen sein kann.
Craig Capper, ein hochrangiger Beamter der Korruptionsbekämpfungsbehörde, bestätigt, dass sich die Auslegung auch auf Fälle häuslicher und familiärer Gewalt erstreckt.
Ohne eine eingetragene Verurteilung kann die Polizei diese Informationen nicht zur Entscheidung über eine Disziplinarmaßnahme nutzen.
Der Polizeipräsident kann diese Fälle zwar einsehen. Er darf die Informationen aber nicht für disziplinarische Zwecke in den betreffenden Fällen verwenden.
Die Korruptionsbekämpfungsbehörde hatte bereits einen dreijährigen Verzug bei der Gründung einer unabhängigen Einheit für Polizeiintegrität kritisiert.
Diese Einheit soll Verantwortlichkeit und Vertrauen in die Polizei des Queensland stärken.
Die Gründung gehörte zu den Hauptempfehlungen der Untersuchung der polizeilichen Reaktion auf häusliche und familiäre Gewalt.
Die Polizei des Queensland weigerte sich, auf Fragen der ABC zu ihrer Auslegung der Gerichtsentscheidung zu antworten.
Der Polizeiminister Dan Purdie hält es für unangemessen, schon jetzt über mögliche Gesetzesänderungen nachzudenken.
Die Illustrationen dieses Artikels wurden von künstlicher Intelligenz erstellt.
Noch keine Kommentare. Seien Sie die/der Erste.
Die betreffenden Fälle sind noch nicht vor dem Queensland Civil and Administrative Tribunal abgeschlossen.
Sie vertritt die Ansicht, dass kriminelles Verhalten auch ohne Verurteilungseintrag für ein Disziplinarverfahren relevant bleiben kann.
Die Behörde bestreitet 19 Fälle, in denen Polizisten ohne Konsequenzen davonkamen.
Ja. Die umstrittene Auslegung gilt auch für Fälle häuslicher und familiärer Gewalt.
Minister Dan Purdie lehnt es ab, dies zu erwägen, solange die betreffenden Verfahren noch ausstehen.