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Ausland
Herz — Desk International · · Zusammenfassung 30 s · Artikel 3 Min.
Zum vierten Mal in Folge hat die Stadtverwaltung von Oradea, einer Stadt mit rund 180.000 Einwohnern im Westen Rumäniens, die für den 25. Juli 2026 geplante Pride-Marsch verweigert. Die Organisatoren von Ark Oradea hatten über 100 alternative Routen eingereicht – alle wurden abgelehnt. Die Organisatoren kündigten an, trotzdem ohne offizielle Genehmigung zu marschieren. Mehr als 152 Organisationen aus 30 Ländern unterzeichneten eine Unterstützungserklärung. Oradea gilt als die einzige große Stadt der Europäischen Union, die Regenbogenparaden systematisch blockiert.
Die Stadtverwaltung von Oradea lehnte am Mittwoch, 22. Juli 2026, alle eingereichten Routen ab, die von Ark Oradea – einem lokalen Verband für LGBTQ-Rechte – für eine Pride-Marsch am 25. Juli eingereicht worden waren. Die Behörden führten Konflikte mit anderen Veranstaltungen oder Infrastrukturarbeiten an, wie The Guardian berichtet.
Dies ist bereits die vierte Ablehnung in Folge seit 2023. Oradea, eine Stadt mit etwa 180.000 Einwohnern im Westen Rumäniens, wird beschrieben als die einzige große Stadt der Europäischen Union, in der lokale Behörden diese Veranstaltungen systematisch blockieren.
Um die Einwände zu umgehen, hatte Ark Oradea über 100 alternative Routen eingereicht. Alle wurden abgelehnt.
Die Behörden verschanzen sich hinter technischen Gründen, um der LGBTQ-Gemeinde eine Botschaft der Ausgrenzung zu senden.
— Iulian Dițiu, Mitgründer und Vorsitzender von Ark Oradea, zitiert nach The Guardian
Ark Oradea kündigte an, am 25. Juli 2026 ohne offizielle Genehmigung zu marschieren, wie die Organisation bereits 2025 getan hatte. Vertreter verschiedener Botschaften und die rumänische Bürgerbeauftragte kündigten ihre Teilnahme an.
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Mehr als 152 Organisationen aus 30 Ländern unterzeichneten eine Erklärung und fordern die Behörden von Oradea auf, den Marsch im Einklang mit europäischem Recht zu genehmigen. Die Erklärung vergleicht die Situation mit der in Budapest unter Viktor Orbáns Regierung.
In Rumänien haben laut Wikipedia Personen der LGBTQ-Gemeinschaft nicht die gleichen Rechte wie der Rest der Bevölkerung, auch wenn das Land seit 2000 Fortschritte bei der Gesetzgebung zu LGBTQ-Rechten verzeichnet hat.
Der Bürgermeister von Oradea gehört einer Partei an, die sich als liberal, konservativ und christdemokratisch definiert. Er antwortete nicht auf eine Stellungnahmeanfrage des Guardian.
Die rechtlichen Risiken, denen sich Teilnehmer am Marsch am 25. Juli aussetzen, werden in den verfügbaren Quellen nicht näher erläutert. Der Name der Partei, der der Bürgermeister von Oradea angehört, wird nicht genannt.
Die Behörden führen technische Gründe an: Konflikte mit anderen Veranstaltungen oder Infrastrukturarbeiten. Ark Oradea hingegen argumentiert, dass diese Gründe eine Ausgrenzungsbotschaft gegenüber der LGBTQ-Gemeinde verschleiern.
2025 wurden neun Teilnehmer zu Geldstrafen verurteilt, die insgesamt etwa 4.000 Euro ausmachten. Die möglichen Risiken für den Marsch am 25. Juli 2026 werden in den verfügbaren Quellen nicht konkretisiert.
Oradea gilt als die einzige große Stadt der Europäischen Union, in der lokale Behörden Regenbogenparaden über mehrere Jahre hinweg systematisch blockiert haben.
Mehr als 152 Organisationen aus 30 Ländern unterzeichneten eine Unterstützungserklärung. Vertreter verschiedener Botschaften und die rumänische Bürgerbeauftragte kündigten ihre Teilnahme am Marsch an.