…
…
Ausland
Herz — Desk International · · Zusammenfassung 30 s · Artikel 3 Min.
Ein neuer Erschwinglichkeitsindex für Immobilien, der 400 deutsche Städte und Regionen abdeckt, wurde am 28. Juli 2026 vom Kölner Institut der deutschen Wirtschaft (IW) im Auftrag des Kreditvermittlers Interhyp veröffentlicht. Der nationale Index erreicht 103 Punkte – leicht oberhalb der kritischen Marke von 100. Die sieben größten deutschen Metropolen bleiben für typische Haushalte allerdings unerreichbar. Berlin (85), Bayern (88) und Hamburg (90) zeigen die niedrigsten Indexpunkte. Dagegen verzeichnen das Saarland (141), Schleswig-Holstein (141) und Sachsen-Anhalt (140) die höchsten Werte.
Das Kölner Institut der deutschen Wirtschaft (IW) hat im Auftrag des Kreditvermittlers Interhyp am 28. Juli 2026 einen Erschwinglichkeitsindex für Immobilien veröffentlicht, der 400 deutsche Städte und Regionen abdeckt. Die Ergebnisse wurden vorab der Wirtschaftszeitung Handelsblatt mitgeteilt.
Der Index misst die Erschwinglichkeit von Einfamilienhäusern, indem er die monatliche Kreditrate mit dem Nettoeinkommen eines Musterhaushalts vergleicht – definiert als die 30 % der Haushalte mit den höchsten Einkommen. Ein Wert von 100 entspricht der Schwelle der Erschwinglichkeit, die mit 35 % des monatlichen Einkommens für die Kreditrate festgelegt ist.
Der nationale Index für Einfamilienhäuser liegt bei 103 Punkten und ist damit nahezu identisch mit dem Vorjahr. Nach Angaben von Interhyp wurden die gestiegenen Zinssätze und Preise durch steigende Löhne kompensiert.
Die sieben größten deutschen Metropolen – Hamburg, Berlin, Köln, Düsseldorf, Frankfurt am Main, Stuttgart und München – liegen beim Kauf eines Einfamilienhauses alle deutlich unter der Schwelle von 100.
Die Illustrationen dieses Artikels wurden von künstlicher Intelligenz erstellt.
Noch keine Kommentare. Seien Sie die/der Erste.
Berlin weist mit 85 Punkten den niedrigsten Index auf, gefolgt von Bayern (88) und Hamburg (90). Diese drei Regionen konzentrieren die angespanntesten Immobilienmärkte des Landes.
Umgekehrt teilen sich das Saarland und Schleswig-Holstein mit jeweils 141 Punkten den ersten Platz, gefolgt von Sachsen-Anhalt (140). In ländlichen Gegenden können bestimmte Haushalte ihre Kredite mit weniger als einem Drittel ihres monatlichen Einkommens zurückzahlen.
Die Krise der deutschen Automobilindustrie wirkt sich auf lokale Immobilienmärkte aus. In Städten wie Wolfsburg, Ingolstadt, Schweinfurt und Stuttgart können Haushalte wieder leichter ein Einfamilienhaus kaufen.
Die schwächeren wirtschaftlichen Aussichten haben die Nachfrage und Kaufpreise in Automobilstandorten gedämpft, wo junge Familien nun vor einem Kauf sorgfältiger nachdenken.
— Jörg Utecht, Geschäftsführer von Interhyp, laut Handelsblatt
Der Index wird berechnet anhand regionaler Einkommensdaten der Bundesagentur für Arbeit – der wichtigsten deutschen Bundesbehörde für Beschäftigung und Arbeitslosenunterstützung mit Sitz in Nürnberg – sowie Immobilienpreisen, die durch Interhyp finanziert werden.
Der Index deckt nur Einfamilienhäuser und Haushalte ab, die zu den wohlhabendsten 30 % gehören. Die Erschwinglichkeit für Wohnungen oder Haushalte mit niedrigerem Einkommen wird in dieser Studie nicht berücksichtigt.
Die detaillierten Ergebnisse für jede der 400 erfassten Städte und Regionen wurden in den verfügbaren Informationen nicht mitgeteilt.
Ein Wert von 100 stellt die Erschwinglichkeitsschwelle dar: Der Musterhaushalt gibt genau 35 % seines monatlichen Nettoeinkommens für die Kreditrückzahlung aus. Über 100 gilt der Kauf als erschwinglich; darunter übersteigt die Belastung diese Schwelle.
Nach Angaben von Interhyp hat das Lohnwachstum die gestiegenen Zinsen und Immobilienpreise kompensiert und damit den nationalen Index bei 103 Punkten gehalten, fast identisch mit dem Vorjahr.
Die ungünstigeren Konjunkturaussichten in Automobilregionen haben die Nachfrage nach Wohnungen und damit Preiserhöhungen gebremst. Dies macht den Kauf in Städten wie Wolfsburg oder Ingolstadt erschwinglicher, laut Interhyp.
Der Index basiert auf einem Musterhaushalt der reichsten 30 % der Haushalte in Deutschland. Er spiegelt nicht die Situation der meisten deutschen Haushalte wider.