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Ausland
Herz — Desk International · · Zusammenfassung 30 s · Artikel 3 Min.
Friedrich Merz hat die Europäische Union am Dienstag aufgefordert, ihr Budget für 2028 bis 2034 um mehrere Hundert Milliarden Euro zu kürzen und Wirtschaftsreformen zu beschleunigen. Laut Le Temps äusserte sich der deutsche Regierungschef in Dublin nach einem Treffen mit dem irischen Premierminister Micheál Martin. Die Europäische Kommission hatte im vergangenen Jahr ein Gesamtvolumen von 2 Billionen Euro vorgeschlagen. Damit sollen unter anderem Verteidigung, ökologischer Wandel und Wettbewerbsfähigkeit finanziert werden. Martin will die deutschen Bedenken berücksichtigen und hält eine Einigung bis Ende Jahr für möglich. Eine neue europäische Unternehmenssteuer lehnt Merz ab.
Friedrich Merz hat am Dienstag gefordert, das EU-Budget für 2028 bis 2034 um mehrere Hundert Milliarden Euro zu reduzieren. Zugleich verlangt er schnellere Reformen zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit.
Laut Le Temps äusserte sich der deutsche Regierungschef in Dublin nach einem Treffen mit dem irischen Premierminister Micheál Martin. Merz stellte sich damit an die Seite der sogenannten sparsamen Staaten, die ein deutlich schlankeres EU-Budget befürworten.
Die Europäische Kommission schlug im vergangenen Jahr ein Gesamtvolumen von 2 Billionen Euro für den Zeitraum 2028 bis 2034 vor. Die Erhöhung soll unter anderem Verteidigung, ökologischen Wandel und Wettbewerbsfähigkeit finanzieren.
Merz erklärte Kürzungen um mehrere Hundert Milliarden Euro für «zwingend». Die Union könne ihre Ausgaben aus seiner Sicht nicht drastisch erhöhen und gleichzeitig versuchen, ihre öffentlichen Finanzen zu konsolidieren.
Kürzungen um mehrere Hundert Milliarden Euro sind «zwingend».
— Friedrich Merz
Micheál Martin sagte, das künftige Budget müsse den Bedürfnissen und Zielen der Europäischen Union entsprechen und zugleich ihre gegenwärtige wirtschaftliche Lage widerspiegeln.
Dublin werde die deutschen Bedenken anhören, um nach Kompromissen zu suchen. Der irische Premierminister hält eine Einigung bis Ende Jahr für möglich.
Brüssel prüft unter anderem eine Abgabe für grosse Unternehmen. Sie soll die vorgeschlagene Budgeterhöhung finanzieren und zugleich die europäischen Steuerzahlenden entlasten.
Merz ist bereit, über neue Eigenmittel der Europäischen Union zu sprechen, also über Einnahmen, die direkt in das EU-Budget fliessen. Eine neue Unternehmenssteuer schliesst er jedoch aus.
Irland hat den turnusmässigen Vorsitz der Europäischen Union inne. Die Verbesserung der europäischen Wettbewerbsfähigkeit gehört zu den Prioritäten dieser Präsidentschaft.
Merz hält die bisherigen europäischen Anstrengungen für unzureichend. Seiner Einschätzung nach haben der Elan und das Ambitionsniveau seit ungefähr Mitte des Jahres deutlich nachgelassen.
Als Beispiel nennt er langwierige Genehmigungsverfahren für Investitionen. Zudem fordert er einen tiefgreifenden Abbau der europäischen Bürokratie.
Im Juli schlug die Kommission vor, den CO₂-Grenzausgleich zu lockern. Der Mechanismus belegt bestimmte emissionsintensive Einfuhren in die Europäische Union mit einem CO₂-Preis.
Die Illustrationen dieses Artikels wurden von künstlicher Intelligenz erstellt.
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Europäische Industrien stellen sich gegen den Mechanismus. Nichtregierungsorganisationen warnen ihrerseits vor einem unkontrollierten Abbau der europäischen Umweltvorschriften.
Merz erklärte, Wettbewerbsfähigkeit und Klimaschutz gingen Hand in Hand.
Die genaue Höhe der von Merz verlangten Kürzungen ist nicht bekannt. Genannt werden lediglich «mehrere Hundert Milliarden Euro». Auch die für eine Einigung nötigen Kompromisse wurden nicht näher erläutert.
Sie hat für den Zeitraum 2028 bis 2034 ein Gesamtvolumen von 2 Billionen Euro vorgeschlagen.
Er fordert Kürzungen um mehrere Hundert Milliarden Euro. Einen genauen Betrag nannte er nicht.
Mit der Erhöhung sollen unter anderem Verteidigung, ökologischer Wandel und Wettbewerbsfähigkeit finanziert werden.
Nein. Er ist bereit, über neue direkte Einnahmequellen der Europäischen Union zu sprechen, schliesst diese Abgabe aber aus.
Micheál Martin hält eine Einigung bis Ende Jahr für möglich.