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Ausland
Herz — Desk International · · Zusammenfassung 30 s · Artikel 3 Min.
Xenia Fedorova erhielt am Mittwoch, 29. Juli 2026, eine ministerielle Ausweisungsverfügung aus Frankreich. Ihr Anwalt will sie umgehend anfechten. Laut dem von Libération zitierten Dokument beeinträchtige ihr Verhalten grundlegende Interessen des Staates; ihre Anwesenheit stelle eine besonders schwerwiegende und gegenwärtige Gefahr für die öffentliche Ordnung dar. Zudem wirft die Verfügung ihr vor, von russischen Behörden gesteuerte Desinformationskampagnen zu verbreiten. Ihr Anwalt sowie Canal+ und Lagardère sehen darin einen Angriff auf die Meinungsfreiheit. Die frühere Leiterin von RT France tritt derzeit bei CNews und Europe 1 sowie im Wochenmagazin JDNews auf.
Xenia Fedorova erhielt am Mittwoch, 29. Juli 2026, eine ministerielle Ausweisungsverfügung aus Frankreich, wie France 24 berichtet. Ihr Anwalt kündigte unmittelbar an, dagegen vorzugehen.
Nach der von Libération zitierten Verfügung beeinträchtigt Fedorovas Verhalten grundlegende Interessen des Staates. Ihre Anwesenheit in Frankreich stelle eine besonders schwerwiegende und gegenwärtige Gefahr für die öffentliche Ordnung dar.
Das Dokument wirft ihr vor, von russischen Behörden gesteuerte Desinformationskampagnen zu verbreiten. Diese zielten darauf ab, die öffentliche Ordnung zu destabilisieren, die öffentliche Meinung zu manipulieren und das Vertrauen europäischer, insbesondere französischer Bürgerinnen und Bürger in ihre Institutionen zu untergraben.
Fedorovas Anwalt Emmanuel Piwnica bezeichnet die Entscheidung als schweren Angriff auf die Meinungsfreiheit einer Journalistin. Seine Mandantin habe ihre Tätigkeit stets ordnungsgemäß ausgeübt, erklärt er.
Auch ihre Arbeitgeber Canal+ und Lagardère verurteilen die Entscheidung als besonders schweren Angriff auf die Meinungsfreiheit.
Xenia Fedorova leitete RT France, den französischsprachigen Ableger des vom russischen Staat finanzierten internationalen Nachrichtensenders RT. Seit März 2022 darf der Sender infolge des russischen Einmarschs in die Ukraine in der Europäischen Union nicht mehr verbreitet werden.
Heute tritt Fedorova bei CNews und Europe 1 auf und schreibt eine Kolumne für das Wochenmagazin JDNews. France 24 zufolge vertritt sie dort regelmäßig Positionen des Kremls.
Nach Angaben einer der Nachrichtenagentur AFP zufolge mit dem Fall vertrauten Quelle darf Fedorova auch nicht nach Deutschland einreisen.
Fedorova ist russische Staatsangehörige und 45 Jahre alt. Ihre Aufenthaltserlaubnis wurde 2024 um zehn Jahre verlängert. Als dies Ende Mai 2026 bekannt wurde, löste es eine heftige Kontroverse aus.
Frankreichs Innenminister Laurent Nunez erklärt, die Regierung habe bei dieser Verlängerung nicht eingegriffen. Bestimmte Aufenthaltstitel würden kraft Gesetzes verlängert, wenn die Voraussetzungen erfüllt seien.
Die französische Regierung und Präsident Emmanuel Macron haben Fedorova als Propagandistin des Kremls bezeichnet. Mitglieder des Europäischen Parlaments forderten Sanktionen der Europäischen Union gegen sie.
Mehrere Beschwerden wegen bestimmter Äußerungen Fedorovas bei CNews wurden am 29. Juli 2026 noch geprüft. Zuständig ist die Arcom, eine unabhängige französische Behörde zur Regulierung des audiovisuellen und digitalen Sektors.
Fedorova vertritt öffentlich die Ansicht, der Westen habe beschlossen, den Krieg in der Ukraine zu verlängern. Außerdem erklärt sie, Europa sei versucht, in einen Krieg gegen Russland einzutreten.
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Premierminister Sébastien Lecornu unterscheidet zwischen der Fedorova zugeschriebenen Propaganda und Einmischung. Eine Beeinträchtigung grundlegender Interessen der Nation bezeichnet er jedoch als rote Linie für ihre Aufenthaltserlaubnis.
Lecornu fordert zudem, Fedorovas Aussagen bei öffentlichen Auftritten nicht unwidersprochen zu lassen.
Aus den vorliegenden Informationen geht weder hervor, wann über die angekündigte Anfechtung entschieden wird, noch welche unmittelbaren Folgen die Verfügung für Fedorovas Aufenthalt in Frankreich hat.
Xenia Fedorova erhielt sie am Mittwoch, 29. Juli 2026.
Die Verfügung nennt eine Beeinträchtigung grundlegender Interessen des Staates sowie eine besonders schwerwiegende und gegenwärtige Gefahr für die öffentliche Ordnung.
Fedorovas Anwalt kündigte unmittelbar an, gegen die Entscheidung vorzugehen.
Sie leitete RT France, dessen Verbreitung in der Europäischen Union seit März 2022 untersagt ist.