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Herz — Desk International · · Zusammenfassung 30 s · Artikel 3 Min.
Der 45-jährige Flavio Bolsonaro, Senator und ältester Sohn des ehemaligen Präsidenten Jair Bolsonaro, kündigte am 25. Juli 2026 seine Kandidatur für die brasilianische Präsidentschaftswahl im Oktober 2026 auf einer Parteikonvention in São Paulo an. Laut einer am 24. Juli 2026 veröffentlichten Datafolha-Umfrage führt der amtierende Präsident Lula mit 48 % gegenüber 43 % für Flavio. Die Kandidatur beginnt unter schwierigen Bedingungen: Ermittlungen wegen umstrittener Finanzierung, ein kürzlich beigelster Familienkonflikt und ein Besuchsverbot beim Vater, der unter Hausarrest steht.
Der 45-jährige Flavio Bolsonaro, Senator und ältester Sohn des ehemaligen Präsidenten Jair Bolsonaro, kündigte am 25. Juli 2026 seine Kandidatur für die brasilianische Präsidentschaftswahl auf einer Konvention der Liberalen Partei (PL) in São Paulo an.
Er tritt gegen Luiz Inácio Lula da Silva, 80 Jahre alt, den amtierenden linken Präsidenten an, der eine vierte, nicht aufeinanderfolgende Amtszeit anstrebt.
Laut einer am 24. Juli 2026 veröffentlichten Datafolha-Umfrage erhält Lula 48 % der Wahlabsichten gegenüber 43 % für Flavio Bolsonaro – ein Vorsprung von fünf Punkten.
Jair Bolsonaro, ehemaliger Präsident der extremen Rechten, der Brasilien von 2019 bis 2022 führte, steht seit 2025 unter Hausarrest wegen des Verdachts eines Putschversuchs. Der Oberste Gerichtshof hat ihn für nicht wählbar erklärt, was seinem ältesten Sohn den Weg öffnet.
Javier Milei, Präsident Argentiniens, war zur Konvention der PL in São Paulo eingeladen. Die brasilianische Justiz verweigerte ihm jedoch die Erlaubnis, Jair Bolsonaro unter Hausarrest zu besuchen.
Flavio Bolsonaro selbst unterliegt einem Gerichtsverbot, seinen Vater drei Monate lang zu besuchen, das heißt bis zum Tag nach der ersten Wahlrunde am 4. Oktober 2026.
Im Mai 2026 enthüllte die Investigativ-Website Intercept Brasil eine Audiobotschaft, in der Flavio Bolsonaro den Banker Daniel Vorcaro – später wegen umfangreicher Finanzbetrugs verhaftet – um Geld bat, um einen Film über seinen Vater zu finanzieren.
Am 24. Juli 2026 ordnete ein Richter des brasilianischen Obersten Gerichtshofs eine Untersuchung dieser Finanzierung an. Flavio bestritt jedes Fehlverhalten und jede ‚Vertrautheit' mit dem Banker.
Die Illustrationen dieses Artikels wurden von künstlicher Intelligenz erstellt.
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Ein Familienstreit störte auch den Start: Im Juni 2026 beschwerte sich Michelle Bolsonaro, die Ex-First Lady, öffentlich über eine ‚Demütigung' beim Telefongespräch mit Flavio. Am 24. Juli 2026 verzieh sie ihm nach neuerlichen Entschuldigungen.
Lula wirft Flavio Bolsonaro vor, ein ‚Verräter' zu sein, der den amerikanischen Handelskrieg gegen Brasilien unterstützt. Die USA haben zwei Wellen von Zöllen auf brasilianische Produkte verhängt, nachdem 2025 ein erster Zusatzzoll als Reaktion auf Jair Bolsonaros Gerichtsverfahren eingeführt worden war.
Dieser erste Zusatzzoll war von Eduardo Bolsonaro, Flavios Bruder, eingeleitet worden und nach einer kurzen Annäherung zwischen Lula und Trump teilweise aufgehoben. Flavio forderte Washington daraufhin auf, neue Zölle nicht einzuführen, um Lula keinen ‚politischen Sieg' zu bescheren – ohne Erfolg.
Es gibt eine ‚Unsicherheit bezüglich der Tragfähigkeit' der Kandidatur von Flavio Bolsonaro, dessen Ablehnung durch die Wähler zugenommen hat.
— Marco Teixeira, Politikwissenschaftler an der Getúlio-Vargas-Stiftung, gegenüber der AFP
Der Ausgang des Gerichtsverfahrens zur Filmfinanzierung bleibt offen, ebenso wie seine praktischen Auswirkungen auf Flavios Wahlkampf.
Jair Bolsonaro steht seit 2025 unter Hausarrest wegen des Verdachts eines Putschversuchs und wurde für nicht wählbar erklärt.
Die erste Runde ist für den 4. Oktober 2026 angesetzt.
Laut Datafolha-Umfrage vom 24. Juli 2026 erhält Lula 48 % der Wahlabsichten gegenüber 43 % für Flavio – ein Abstand von fünf Punkten.
Im Mai 2026 enthüllte Intercept Brasil, dass er den später wegen Betrugs verhafteten Banker Daniel Vorcaro um Geld bat, um einen Film über seinen Vater zu finanzieren. Der Oberste Gerichtshof ordnete am 24. Juli 2026 eine Untersuchung an.