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Ausland
Herz — Desk International · · Zusammenfassung 30 s · Artikel 2 Min.
Der Greix-Index, veröffentlicht am 6. August 2026 vom Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW Kiel), signalisiert eine deutliche Ermattung des deutschen Wohnungsmarktes. Nominal verzeichneten Eigentumswohnungen nur +0,4 % im Jahresvergleich und Einfamilienhäuser +1,9 %, während Mehrfamilienhäuser um 3,5 % nachgaben. Nach Inflationsbereinigung fallen alle Segmente zurück. Die großen Vermieter Vonovia und LEG Immobilien berichten von gestiegener Investorenzurückhaltung, und der Chemiekonzern BASF hat die geplante Veräußerung von 4.400 Werkswohnungen weitgehend ausgesetzt.
Der Greix-Index (Kaufpreisindex), veröffentlicht am 6. August 2026 vom Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW Kiel), basiert auf tatsächlich notariell beurkundeten Immobilienkäufen. Er offenbart eine umfassende Ermattung der Dynamik des deutschen Wohnungsmarktes.
Im Jahresvergleich (Q2 2026 vs. Q2 2025) bleiben die nominalen Preise für zwei Segmente leicht positiv: +0,4 % bei Eigentumswohnungen und +1,9 % bei Einfamilienhäusern. Mehrfamilienhäuser sind dagegen um 3,5 % nominal rückläufig.
Nach Abzug der Inflationsrate fallen alle Segmente im Jahresvergleich zurück. Eigentumswohnungen verlieren 2,1 % in realen Werten, Einfamilienhäuser 0,7 %, und Mehrfamilienhäuser 5,9 %.
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Im Quartalsvergleich (Q2 vs. Q1 2026) ist der Anstieg bei Eigentumswohnungen quasi null (+0,3 %), der Anstieg bei Einfamilienhäusern bleibt moderat (+1,8 %), während Mehrfamilienhäuser um 0,9 % zurückgehen.
Im Q2 2026 variierten die Quartalsveränderungen der Eigentumswohlnungspreise stark zwischen den Großstädten. Düsseldorf zeigt die stärkste Steigerung (+1,2 %), während Köln und Leipzig um 0 % liegen. Frankfurt fällt um 0,6 % und Stuttgart um 1,6 %. Daten für Berlin, Hamburg und München sind derzeit nicht verfügbar.
Die Dynamik hat sichtlich an Schwung verloren.
— Jonas Zdrzalek, Projektleiter Greix, IfW Kiel
Jonas Zdrzalek, Projektleiter des Greix, vermerkt, dass die Preise nominal zwar noch steigen, aber ihre Dynamik nachlässt. Er hebt hervor, dass Verkäufer ihre Preise auf Immobilienportalen häufig nach unten korrigieren – ein Signal, das historisch mit einer Abschwächung der Preissteigerungsdynamik assoziiert ist.
Luca Mucic, Vorstandsvorsitzender von Vonovia, dem größten Vermieter Deutschlands, erklärte diese Woche, dass Privatanleger mit Besorgnis auf die geopolitische Lage und die Konjunkturschwäche reagieren. Lars von Lackum, Vorstandsvorsitzender von LEG Immobilien, dem zweitgrößten Vermieter Deutschlands, beschreibt den Transaktionsmarkt als zäh.
Eine aktuelle Studie des Finanzierungsmaklers Hüttig & Rompf deutet darauf hin, dass sich Kapitalanleger derzeit vom deutschen Immobilienmarkt zurückhalten. Der Chemiekonzern BASF hat zudem den geplanten Verkauf von 4.400 Werkswohnungen großteils ausgesetzt.
Für Berlin, Hamburg und München – drei der wichtigsten deutschen Großstädte – liegen derzeit keine Quartalsdaten vor, was die Aussagekraft des Städtevergleichs einschränkt.
Der Greix-Index wird in Partnerschaft mit Instanzen erhoben, die unter dem Begriff Gutachterausschüsse bekannt sind. Die genaue Natur dieser Partner wird in den verfügbaren Quellen nicht näher erläutert.
Der Greix (Kaufpreisindex) ist ein Immobilienpreisindex, der vom Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW Kiel) veröffentlicht wird. Er basiert auf tatsächlich notariell registrierten Transaktionen.
Ein Nominalpreis steigt, wenn der Betrag in laufenden Euro zunimmt. Übersteigt die Inflation diese Steigerung, fällt der reale Wert. Dies ist im Q2 2026 die Situation aller deutschen Immobiliensegmente.
Mehrfamilienhäuser verzeichnen die stärksten Korrektionen: −3,5 % nominal und −5,9 % real im Jahresvergleich Q2 2026 gemäß des Greix-Index.