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Ausland
Herz — Desk International · · Zusammenfassung 30 s · Artikel 4 Min.
Airbus kündigte am 21. Juli 2026 auf der Luftfahrtmesse Farnborough an, dass es klappbare Flügelspitzen für die nächste Generation seiner meistverkauften Flugzeuge testen wird. Flügelextensionen von etwa 4 bis 5 Metern werden auf einem A321neo — einem zweimotorigen Schmalrumpfflugzeug und verlängerter Version der A320-Familie — ab dem zweiten Halbjahr 2027 im Flugtest erprobt. Die Montage findet im Werk Broughton (Wales) statt. Die endgültige Konfiguration des nächsten Flugzeugs muss bis 2030 festgelegt werden. Parallel dazu hat Rolls-Royce zwei Jahre Zeit, um Airbus und Boeing von der Wahl seines UltraFan-Triebwerks zu überzeugen.
Auf der Luftfahrtmesse Farnborough (südwestlich von London) kündigte Airbus am 21. Juli 2026 an, dass es klappbare Flügelspitzen für die nächste Generation seiner meistverkauften Flugzeuge testen wird, wie The Guardian berichtet. Die Ankündigung wurde von Sue Partridge gemacht, die das Programm «Wing of Tomorrow» leitet — eine F&E-Initiative von Airbus zur Entwicklung der Flügel der nächsten Generation kommerzieller Flugzeuge.
Flügelextensionen von etwa 4 bis 5 Metern werden an den Flügeln eines A321neo angebracht — eine verlängerte Version der A320-Familie, ein zweimotoriges Schmalrumpfflugzeug — um verschiedene Formen unter realen Bedingungen zu testen. Diese Flugversuche beginnen in der zweiten Jahreshälfte 2027.
Die Montage dieser Erweiterungen beginnt im Airbus-Werk Broughton in Nordwales. Diese erste Phase wird nur Befestigungsbolzen umfassen: die Scharniermechanismen für das eigentliche Ausklappen der Flügelspitzen werden noch nicht integriert.
Die endgültige Form des nächsten Schmalrumpfflugzeugs von Airbus muss bis 2030 festgelegt werden. Die neue Generation wird große, relativ schwere Triebwerke und möwenflügelförmig gebogene Flügel verwenden.
Längere und schlankere Flügel aus Verbundwerkstoffen verringern den aerodynamischen Widerstand und damit den Energieverbrauch. Ihre Spannweite kann jedoch die zulässigen Grenzen an vielen überlasteten Flughäfen übersteigen. Klappbare Flügelspitzen — die im Flug ausgefahren und am Boden eingeklappt werden — werden als Lösung angesehen, um aerodynamische Leistung und Flughafenbeschränkungen in Einklang zu bringen.
Boeing ist bisher der einzige Hersteller, der ein Verkehrsflugzeug mit klappbaren Flügelspitzen ausgestattet hat — die 777X, ein großer Weitverkehrsflugzeugtransporter mit zwei Gängen. Wenn Airbus diese Technologie auf ein Schmalrumpfflugzeug anwendet, wäre dies eine Weltpremiere in diesem Segment — dem meistverkauften Bereich der kommerziellen Luftfahrt.
Boeing erforscht außerdem ein sogenanntes «Truss»-System zur strukturellen Verstärkung der längeren Flügel seiner zukünftigen Flugzeuge.
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Airbus prüft zwei Motorisierungsoptionen für die nächste Generation: konventionelle ummantelte Triebwerke oder sogenannte «Open-Fan»-Triebwerke — deren Gebläseschaufeln der Außenluft ausgesetzt sind, ohne dass ein Triebwerksgehäuse sie umgibt, anders als bei klassischen Turbofans. Diese Architektur verspricht besseren Wirkungsgrad, stellt aber Anforderungen an Lärmschutz und Zertifizierung.
Am 21. Juli 2026 in Farnborough erklärte Tufan Erginbilgiç, Geschäftsführer von Rolls-Royce, dass sein Unternehmen nur zwei Jahre Zeit hätte, um Airbus und Boeing zu überzeugen, seine UltraFan-Triebwerke — ein Programm für Triebwerke der nächsten Generation basierend auf einer Getriebearchitektur — für die künftige Generation von Schmalrumpfflugzeugen zu wählen.
Rolls-Royce entwickelt den UltraFan in zwei Varianten: eine für Großraumflugzeuge und eine für Schmalrumpfflugzeuge. Der Geschäftsführer forderte auch finanzielle Unterstützung durch die britische Regierung unter Premierminister Andy Burnham.
die einflussreichste Entscheidung der Industrie
— Kevin Craven, Geschäftsführer der ADS Group, über die Wahl des Triebwerkherstellers für die nächste Generation
Kevin Craven, Geschäftsführer der ADS Group (Aerospace, Defence and Security — Hauptverband der britischen Luft- und Raumfahrt- sowie Verteidigungsindustrie), bezeichnete diese Wahl als «die einflussreichste Entscheidung der Industrie».
Airbus hat nicht präzisiert, welche Flügelform oder welche Motorisierungsart für die nächste Generation gewählt wird. Die endgültige Entscheidung wird bis 2030 erwartet, ohne dass ein Indienststellungstermin mitgeteilt wurde.
Die erste Testphase in Broughton umfasst nur Befestigungsbolzen, keine Scharniermechanismen. Die Bedingungen, unter denen Artikulationsmechanismen getestet werden, wurden noch nicht bekannt gegeben.
Mögliche Zusagen der britischen Regierung auf Rolls-Royces Anfrage nach finanzieller Unterstützung für den UltraFan sind in den verfügbaren Quellen nicht spezifiziert.
Eine klappbare Flügelspitze ist ein gelenkiger Flügelteil an der Tragflächenspitze, der am Boden eingeklappt werden kann, um die Flügelspannweite des Flugzeugs zu verringern. Dies ermöglicht es, längere Flügel zu verwenden — und damit effizienter zu fliegen — ohne die Größenbeschränkungen in Flughäfen zu überschreiten.
Die Montage in Broughton soll zunächst verschiedene Formen von Flügelextensionen unter realen Flugbedingungen validieren. Die Integration der Einklappmechanismen ist erst in einer späteren Phase vorgesehen, in einer schrittweisen Herangehensweise.
Der UltraFan ist Rolls-Royces Programm für Triebwerke der nächsten Generation, basierend auf einer Getriebearchitektur, die bessere Energieeffizienzgewinne anstrebt. Es wird in zwei Varianten entwickelt: eine für Großraumflugzeuge und eine für Schmalrumpfflugzeuge.
Ein «Open-Fan»-Triebwerk ist eine Propulsionsarchitektur, deren Gebläseschaufeln der Außenluft ausgesetzt sind, ohne dass ein Triebwerksgehäuse sie umgibt, anders als bei einem klassischen Turbofan. Diese Konfiguration verspricht besseren Wirkungsgrad, stellt aber Anforderungen an Lärmschutz und Zertifizierung.
Die Tests der Flügelextensionen beginnen in der zweiten Jahreshälfte 2027. Airbus muss die endgültige Konfiguration seines nächsten Flugzeugs bis 2030 festlegen. Ein Indienststellungstermin wurde noch nicht mitgeteilt.