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Wirtschaft
Desk Wirtschaft · · Zusammenfassung 30 s · Artikel 4 Min.
Jan Wachtel, Leiter der Mediensparte von Hubert Burda Media (8.600 Mitarbeiter, 449 Medientitel), hat sein Amt im Juni 2026 nach etwa sechs Monaten verlassen, berichtet das Handelsblatt. Der Abgang wurde kurzfristig vor einer Anfrage der Wirtschaftszeitung angekündigt. Grund: Keine Einigung auf strategische Ausrichtung. Wachtels Plan vom Beratungshaus OC&C wurde von Aktionären abgelehnt, bevor er intern vorgestellt wurde. Elisabeth Varn übernimmt die Leitung. Keine Entscheidungen über Mitarbeiter oder Portfolio vor Abschluss der neuen Strategie.
Jan Wachtel, Leiter der Mediensparte von Hubert Burda Media, hat sein Amt im Juni 2026 nach etwa sechs Monaten Amtszeit niedergelegt, berichtet das Handelsblatt. Sein Abgang wurde kurzfristig durch den Konzern angekündigt, einen Tag vor einer Anfrage der deutschen Wirtschaftszeitung.
Der offizielle Grund von Burda ist die Unmöglichkeit, "einen ausreichenden Konsens über die zukünftige strategische Ausrichtung" der Mediensparte zu finden.
einen ausreichenden Konsens über die zukünftige strategische Ausrichtung
— Hubert Burda Media, zitiert von Handelsblatt
Um die Strategie der Mediensparte zu definieren, beauftragte Wachtel OC&C Strategy Consultants, ein internationales Strategieberatungsunternehmen, das sich auf Medien- und Vertriebssektoren spezialisiert hat. Die Chefredakteure der Top-Marken Focus und Bunte wurden nicht in diesen Prozess einbezogen.
Die Ergebnisse des Beratungsunternehmens sollen auf Ebene des Verwaltungsrats abgelehnt worden sein, bevor sie den internen Teams überhaupt vorgestellt wurden.
Wachtel hatte auch Stefan Ottlitz, ehemaliger Co-Geschäftsführer des Spiegel-Verlags und Experte für bezahlte Content-Strategien, als Digital-Manager eingestellt. Die Aktionäre sollen diese Ernennung nicht genehmigt haben; Ottlitz' Ankunft bei Burda bleibt unsicher.
Im Mai 2026 schloss Wachtel die Produktionseinheit Burda Studios und strich etwa 30 Arbeitsplätze.
Das Online-Portal Tichys Einblick, positioniert am rechten Rand des deutschen Mediensektors, hatte von einem Plan zur Streichung von etwa 300 Stellen in der Redaktionsabteilung berichtet. Das Handelsblatt dementiert diese Zahl und versichert, dass es solch einen Plan in dieser Größenordnung nie gegeben hat.
Elisabeth Varn, bekannt unter dem Vornamen "Eli" und ehemalige Co-Geschäftsführerin des Burda-Verlags, wurde zur Nachfolgerin Wachtels an der Spitze der Mediensparte ernannt. Die neue Strategie wird gemeinsam mit Finanzvorständin Lydia Rullkötter entwickelt.
Nach Aussage einer Konzernsprecherin werden keine konkreten Maßnahmen — weder beim Personal noch beim Portfolio — angekündigt, bevor die Strategie abgeschlossen ist. Burda prüft insbesondere die Zukunft von HolidayCheck, seiner Hotel-Vergleichs- und Reisebuchungsplattform.
Hubert Burda Media, 1908 in Offenburg gegründet, beschäftigt 8.600 Mitarbeiter und hält ein Portfolio von 449 Medientiteln. Nach dem Handelsblatt befinde sich keiner dieser Titel derzeit in einer Wachstumsphase — ein Zeichen des strukturellen Drucks auf den gesamten Konzern angesichts der digitalen Transformation.
Die Illustrationen dieses Artikels wurden von künstlicher Intelligenz erstellt.
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Die digitale Tochtergesellschaft BurdaForward — die die Web-Portale Focus Online, Chip.de und TV Spielfilm.de betreibt — hat stark auf organische Google-Suchplatzierung gesetzt, ohne eine direkte und dauerhafte Beziehung zu ihren Lesern aufzubauen. Diese Abhängigkeit stellt eine strukturelle Schwäche dar, die durch wiederholte Google-Algorithmus-Updates seit 2022 verschärft wird.
Die tatsächliche Ankunft von Stefan Ottlitz bei Burda ist nicht bestätigt: Seine Ernennung zum Digital-Manager soll von den Aktionären nicht genehmigt worden sein.
Der Inhalt der neuen Strategie ist noch nicht bekannt. Keine Entscheidungen wurden über Beteiligungen bekannt gegeben, einschließlich HolidayCheck. Es wurde kein Zeitplan mitgeteilt.
Der Konzern führte das Fehlen eines "ausreichenden Konsenses über die zukünftige strategische Ausrichtung" an. In der Praxis sollen die Schlussfolgerungen des von Wachtel beauftragten Beratungshauses OC&C Strategy Consultants vom Verwaltungsrat abgelehnt worden sein, ohne intern vorgestellt zu werden. Die Ernennung eines von Wachtel rekrutierten Digital-Managers wurde ebenfalls von den Aktionären blockiert.
Elisabeth Varn, ehemalige Co-Geschäftsführerin des Burda-Verlags, übernahm die Nachfolge von Jan Wachtel. Sie entwickelt die neue Strategie gemeinsam mit Finanzvorständin Lydia Rullkötter.
Eine von Tichys Einblick genannte Zahl von 300 Stellenabbau wurde von Handelsblatt dementiert. Nur die Schließung von Burda Studios im Mai 2026 führte zum Abbau von etwa 30 Arbeitsplätzen. Keine anderen Entscheidungen wurden angekündigt, während die Strategie abgeschlossen wird.
BurdaForward ist die digitale Tochtergesellschaft von Burda, die Focus Online, Chip.de und TV Spielfilm.de betreibt. Das Unternehmen hat seine Reichweite hauptsächlich durch organische Google-Suchergebnisse aufgebaut, ohne eine direkte Beziehung zu Lesern zu entwickeln. Diese Abhängigkeit macht sie anfällig für Google-Algorithmus-Updates.
Es wurde kein genaues Zeitfenster mitgeteilt. Eine Konzernsprecherin erklärte, dass keine konkreten Maßnahmen zum Personal oder Portfolio angekündigt werden, bis die Strategie abgeschlossen ist.