
Wirtschaft
Rentenreform in Deutschland: Warum das höhere Renteneintrittsalter emotional abgelehnt wird
Die deutsche Rentenreform, deren Debatte am 17. Juli 2026 läuft, sieht unter anderem die Abschaffung der "Rente mit 63" vor — ein Regelwerk, das Arbeitnehmern ermöglicht, mit 63 Jahren in den Ruhestand zu gehen und eine volle Rente zu erhalten, wenn sie 45 Jahre lang Beitrag gezahlt haben. Valentin Haas, Finanzpsychologe und Business-Coach in Hannover, erklärt, warum dieser Anstieg des Renteneintrittsalters eine starke emotionale Reaktion auslöst: Der Ruhestand wird als symbolische Ziellinie wahrgenommen, die autonome Lebenszeit repräsentiert. Er beschreibt dieses Phänomen als ein "Verfallsdatum des Stresses" und empfiehlt Unternehmern einen schrittweisen Ausstieg.