Ausland
Russland rekrutiert weniger Soldaten, während die Verluste in der Ukraine hoch bleiben
Fast fünf Jahre nach Kriegsbeginn fällt es Russland zunehmend schwer, genügend Soldaten anzuwerben, um seine Verluste in der Ukraine auszugleichen. Westliche Schätzungen gehen von mehr als 30.000 getöteten und verwundeten russischen Soldaten pro Monat aus. Moskau rekrutiert nach Berechnungen des Russlandexperten Janis Kluge etwa 1.000 Soldaten täglich; diese ersetzen überwiegend ausgefallene Kräfte. Seit September 2022 setzt der Kreml vor allem auf hoch vergütete, unbefristete Verträge. Anwälte und Aktivisten berichten zugleich von zunehmend zwanghaften Methoden. Hinweise auf eine beschlossene neue allgemeine Mobilmachung gibt es jedoch nicht.
