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Desk Sport · · Zusammenfassung 30 s · Artikel 2 Min.
Eine 2026 in Science Advances veröffentlichte Studie belegt, dass Karbonisierung römischen Beton wesentlich verstärkt hat. Xiaohong Zhu und ihre Kollegen analysierten eine etwa 1900 Jahre alte Betonplatte aus den Latrinen der Villa Hadrians in der Nähe von Rom. Das durch langsame Reaktion zwischen Kalk, Feuchte und atmosphärischem CO₂ entstehende Kalzit füllte Risse und Poren, machte das Material dichter und undurchlässiger. Dieser Mechanismus ergänzt die bereits bekannte Reaktion zwischen Vulkanasche und Kalk. Die Forscher hoffen, damit die Entwicklung eines modernen Betons mit ähnlichen Selbstheilungseigenschaften zu unterstützen.
Eine 2026 in Science Advances veröffentlichte Studie von Xiaohong Zhu und ihren Kollegen zeigt, dass Karbonisierung die Dauerhaftigkeit römischen Betons wesentlich verstärkt hat – zusätzlich zur bereits bekannten Reaktion zwischen Vulkanasche und Kalk.
Um zu dieser Schlussfolgerung zu gelangen, analysierten die Forscher eine etwa 1900 Jahre alte Betonplatte aus den Latrinen der Villa Hadrians – ein Villencomplex in der Nähe von Rom. Die Probe bestand aus Fragmenten von Vulkangestein, Vulkanasche und Kalk.
Das Team nutzte 3D-Röntgenscan-Technologie, hochleistungsstarke Elektronenmikroskope und eine Reihe von chemischen und mineralogischen Tests. Diese Instrumente ermöglichten es, Poren, Risse, Vulkangesteinsfragmente und Mineralablagerungen im Maßstab von Millimetern bis Nanometern zu kartografieren.
Kalzit – Kalziumkarbonat, das durch eine langsame Reaktion zwischen Kalk, Feuchte und atmosphärischem CO₂ entsteht, ein Prozess namens Karbonisierung – ist das wichtigste Bindemittel des römischen Betons. Durch die schrittweise Füllung von Rissen und Poren machte es den Beton dichter und undurchlässiger gegen schädliche Einflüsse.
Die Kanten der Vulkangesteinsfragmente reagierten ebenfalls mit dem Kalk und bildeten kleine Mengen eines zementären Compounds, der den Beton an den Grenzflächen Gestein–Kalk verstärkte.
2023 hatte eine Studie des Massachusetts Institute of Technology (MIT) vorgeschlagen, dass weiße Kalkfragmente, die in römischem Beton sichtbar sind, eine Selbstheilungsfähigkeit andeuten: Wenn Risse entstehen, würde Wasser diese Fragmente auflösen und Minerale erneut ablagern, welche die Zwischenräume füllen.
Die Forscher hoffen, dass ihre Ergebnisse zur Entwicklung eines modernen, haltbaren Betons mit ähnlichen Selbstheilungseigenschaften wie in römischen Strukturen beitragen werden.
Karbonisierung ist eine langsame chemische Reaktion zwischen dem im Beton vorhandenen Kalk, Feuchte und atmosphärischem CO₂. Sie produziert Kalzit (Kalziumkarbonat), das schrittweise Risse und Poren füllt und das Material dichter und undurchlässiger macht.
Die Villa Hadrians bei Rom bot eine etwa 1900 Jahre alte Betonplatte, deren Zusammensetzung – Vulkangestein, Vulkanasche und Kalk – für römische Bautechnik repräsentativ ist, und deren Standort ein nutzbares Muster bewahrt hatte.
Die Illustrationen dieses Artikels wurden von künstlicher Intelligenz erstellt.
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Die MIT-Studie von 2023 beschäftigte sich mit der Selbstheilungsfähigkeit römischen Betons durch Auflösung von Kalkfragmenten bei Rissbildung. Die Studie von 2026 identifiziert Karbonisierung als einen anderen Mechanismus, der das Material über längere Zeit hinweg verstärkt hat.
Die Forscher kombinierten 3D-Röntgenscan-Technologie, hochleistungsstarke Elektronenmikroskope und chemische sowie mineralogische Tests und untersuchten dabei Maßstäbe von Millimetern bis Nanometern.