…
…
Schweiz
Desk Schweiz · · Zusammenfassung 30 s · Artikel 3 Min.
Im Leitartikel «Lob der Menschen, die ihre Meinung ändern», veröffentlicht am 13. Juli 2026 in der Zeitung Le Temps, verteidigt Catherine Frammery die Fähigkeit, seine Meinung in Politik und Gesellschaft zu ändern. Der Text ist Teil der wöchentlichen Serie «Meine Meinung bilden und wieder ablegen». Frammery führt historische Beispiele an – vom Schweizer Frauenwahlrecht über die Schweizerische Nationalbank bis zu de Gaulle und Angela Merkel – um zu zeigen, dass ein Strategiewechsel Pragmatismus und nicht nur Inkohärenz sein kann. Der Leitartikel kritisiert auch die Algorithmen sozialer Medien, die Nutzer in «Filterblasen» einschließen.
Am 13. Juli 2026 um 20:11 Uhr veröffentlicht Catherine Frammery in Le Temps einen Leitartikel mit dem Titel «Lob der Menschen, die ihre Meinung ändern». Dieser Text ist Teil der wöchentlichen Serie «Meine Meinung bilden und wieder ablegen», die sich die ganze Woche lang mit Meinungsänderungen zwischen Philosophie, Geschichte und Politik befasst.
Der Leitartikel nutzt mehrere historische Beispiele – Schweizer, französische und deutsche – um zu zeigen, dass eine Positionsänderung Pragmatismus oder Weitsicht sein kann, nicht nur Inkohärenz.
In der Schweiz lehnten die Männer das Frauenwahlrecht bei einer ersten Abstimmung um 1959 ab, bevor sie sich 1971 dafür aussprachen – eine Umkehrung im Abstand von zwölf Jahren. Diese kollektive Meinungsänderung gehört zu den Beispielen in dem Leitartikel.
Erwähnt wird auch die Schweizerische Nationalbank (SNB): Sie hob ihren Mindestkurs EUR/CHF (1,20 Franken pro Euro) nur einen Monat nach dessen öffentlicher Bestätigung auf.
Drei politische Figuren illustrieren dies ebenfalls: General de Gaulle, der sich zur Frage Französisch-Algeriens weiterentwickelte; französische Sozialisten, die einen Kurswechsel bei Sparmaßnahmen und Marktwirtschaft vollzogen; und Angela Merkel mit ihrem «Wir schaffen das!» – eine Aussage vom 31. August 2015, in der sie die Aufnahme von Flüchtlingen in Deutschland während der europäischen Migrationskrise verteidigte.
Es ist nicht die Windfahne, die sich dreht, sondern der Wind.
— Edgar Faure, französischer Staatsmann (1908-1988), zitiert im Leitartikel von Le Temps
Der Leitartikel erörtert das Phänomen der «Filterblase»: In sozialen Medien neigen Algorithmen dazu, Nutzer nur mit Meinungen auszusetzen, die ihren eigenen ähnlich sind, wodurch ihr Kontakt zu divergenten Standpunkten reduziert wird.
Umgekehrt werden die amerikanischen Swing States – etwa ein Dutzend Bundesstaaten, die zwischen dem demokratischen und dem republikanischen Lager wechseln können – als Beispiel für Wähler genannt, die tatsächlich ihre Meinung ändern und die Aufmerksamkeit von Kandidaten und Medien auf sich ziehen.
Die Illustrationen dieses Artikels wurden von künstlicher Intelligenz erstellt.
Noch keine Kommentare. Seien Sie die/der Erste.
Es handelt sich um eine wöchentliche Serie in Le Temps, die Meinungsänderungen zwischen Philosophie, Geschichte und Politik erforscht. Der Leitartikel von Catherine Frammery vom 13. Juli 2026 ist Teil dieses Rahmens.
Schweizer Frauen erhielten das Wahlrecht auf Bundesebene 1971 durch eine Abstimmung. Eine erste Abstimmung um 1959 hatte dies abgelehnt – zwölf Jahre zuvor.
Die Filterblase bezeichnet das Phänomen, bei dem Algorithmen sozialer Medien Nutzer nur solchen Inhalten aussetzen, die ihren Meinungen oder früheren Verhaltensweisen entsprechen, wodurch ihr Kontakt zu divergenten Standpunkten reduziert wird.
Dieses Zitat wird Edgar Faure (1908-1988), französischer Staatsmann, zugeschrieben und ist im Leitartikel der Zeitung Le Temps vom 13. Juli 2026 zitiert.