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Desk International · · Zusammenfassung 30 s · Artikel 3 Min.
Fünf der sieben Ratsmitglieder des Hepburn Shire Council, einer ländlichen Gemeinde im Zentrum von Victoria (Australien), sind seit dem 13. Juli 2026 suspendiert. Dies folgt auf Privatklage des Geschäftsmanns David Penman. Die Vorwürfe betreffen die illegale Verabschiedung des Jahreshaushalts ohne erforderliche Finanzdokumente. Mit nur Brian Hood und Tim Drylie als aktive Mitglieder hat der Rat sein Quorum verloren. Dies blockiert Groß-Entscheidungen und neue Verträge. Die Regierung Victoria erwägt einen Administrator und Gesetzesreformen.
Fünf der sieben Ratsmitglieder des Hepburn Shire Council sind seit dem 13. Juli 2026 temporär suspendiert, wie ABC News berichtet. Dieser Gemeinderat verwaltet eine ländliche Zone im Zentrum von Victoria (Australien) mit den Städten Daylesford und Creswick.
Der Geschäftsmann David Penman reichte nacheinander Klage gegen mehrere Ratsmitglieder ein. Die Vorwürfe gegen die Ratsmitglieder Shirley Cornish, Lesley Hewitt und Pat Hockey wurden am 13. Juli 2026 zugestellt. Penman hatte zuvor Klage gegen Bürgermeister Tony Clark, Ratsmitglied Don Henderson und Ratsvorsitzenden Bradley Thomas eingereicht.
Die Vorwürfe werfen den Gewählten vor, den Jahreshaushalt ohne bestimmte, gesetzlich erforderliche Finanzdokumente verabschiedet zu haben. Die Klagen qualifizieren diese Handlungen als schwere Amtspflichtverletzung – einen vorsätzlichen Verstoß gegen die gesetzlichen Pflichten eines öffentlichen Beamten.
Gemäß Artikel 229 des Local Government Act 2020, das Gemeinderäte in Victoria regelt, muss jedes angeklagte Ratsmitglied seine Ämter einstellen, bis der Fall vor Gericht verhandelt wurde. Aktiv bleiben nur Brian Hood und Tim Drylie – eine Anzahl, die das erforderliche Quorum des Rates nicht erreicht.
Privatklage ist ein Verfahren aus dem britischen Common Law: Ein Privatbürger kann selbst eine Strafanklage bei Gericht einreichen, ohne Zustimmung eines Staatsanwalts oder Polizeigenehmigung. Dieser Mechanismus ist in Australien rechtlich gültig und erfordert keine vorherige polizeiliche Ermittlung.
Der Hepburn Shire Council gab eine Erklärung ab, in der es heißt, dass diese Klagen "die Demokratie untergraben". Der Rat präzisierte, dass ihnen keine Ermittlung der viktorianischen Polizei oder einer öffentlichen Verfolgungsbehörde vorausging.
Ratsmitglied Brian Hood, der gegen die angefochtene Budgetverabschiedung gestimmt hatte und nicht von der Klage betroffen ist, ist eines der zwei einzigen verbleibenden aktiven Mitglieder. Er erklärte am 14. Juli 2026 im ABC-Radio, dass laufende Betriebe – Straßen, Müllabfuhr – fortgesetzt werden, aber große Entscheidungen, neue Verträge und Investitionsarbeiten sind aus Mangel an Quorum ausgesetzt.
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Diese Privatklage untergraben die Demokratie.
— Hepburn Shire Council, offizielle Mitteilung
[Die Ernennung eines Administrators ist] möglicherweise die einzige [verfügbare Option].
— Brian Hood, Ratsmitglied von Hepburn Shire, ABC-Radio, 14. Juli 2026
Die Regierung des Staates Victoria arbeitet an Änderungen des Artikels 229 des Local Government Act 2020, um solche institutionellen Blockaden zu verhindern, wie Brian Hood berichtet. Der Zeitplan und die genaue Reichweite dieser Reform sind derzeit nicht bekannt.
Der Minister für Gemeindewesen könnte einen staatlichen Administrator zur Verwaltung des Rates ernennen. Hood beschreibt diese Option als "möglicherweise die einzige verfügbare", aber es wurde keine Entscheidung angekündigt. Der Zeitpunkt der Gerichtsverhandlung der laufenden Fälle ist nicht angegeben.
Es ist ein Verfahren, in dem ein Privatbürger – und nicht ein Staatsanwalt oder die Polizei – selbst eine Strafanklage bei Gericht einreicht. Dieser Mechanismus, der vom britischen Common Law stammt, ist in Australien rechtlich gültig. Er erfordert weder eine vorherige polizeiliche Ermittlung noch die Zustimmung einer öffentlichen Behörde.
Artikel 229 des Local Government Act 2020 zwingt jedes Ratsmitglied, das einer Anklage unterliegt, sich automatisch von seinen Funktionen zurückzuziehen, bis der Fall vor Gericht entschieden wird.
Laufende Dienste (Straßen, Müllabfuhr) laufen normalerweise weiter. Große Entscheidungen, neue Verträge und Investitionsarbeiten sind jedoch ausgesetzt, da der Rat nicht das erforderliche Quorum hat, um abzustimmen.
Seine Klagen besagen, dass die Ratsmitglieder den Jahreshaushalt ohne bestimmte, gesetzlich erforderliche Finanzdokumente verabschiedet haben, was eine schwere Amtspflichtverletzung darstellen würde.
Die viktorianische Regierung arbeitet an einer Änderung des Artikels 229, um solche Blockaden zu verhindern. Der Minister für Gemeindewesen könnte auch einen staatlichen Administrator ernennen, um den Rat bis zur gerichtlichen Entscheidung zu verwalten.